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Millionenbauwerk und Torten
für Reha-Klinik Den Startschuss für ein Millionen-Projekt hat das Hegau-Jugendwerk in Gailingen im Oktober dieses Jahres gefeiert. Mit dem symbolischen »ersten Spatenstich« begann der Umbau der Häuser A und B sowie der Neubau eines Verbindungstraktes zwischen den beiden Gebäuden. Durch das 7,8-Millionen-Euro-Projekt soll in der Reha-Klinik für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene das Angebot für schwere, betreuungsintensive Fälle erweitert werden. Zu diesen Fällen zählte bis vor wenigen Monaten auch Michaela Campbell aus Ingolstadt. Die 20-Jährige ist seit Ende Februar 2003 Patientin in der Reha-Klinik am Hochrhein. Lediglich einen Monat zuvor war die junge Frau dem Tod gerade noch einmal von der Schippe gesprungen. Die Konditorin war an dem sehr frühen Januarmorgen im Auto auf dem Weg zur Arbeit. Sie kam auf der eisglatten Straße ins Schleudern und raste auf ein Feld. Bei dem schlimmen Unfall holte sich Campbell zahlreiche Brüche und verletzte sich lebensgefährlich am Kopf, lag drei Wochen lang auf der Intensivstation. Schließlich kam die junge Frau im Hubschrauber zum Hegau-Jugendwerk. »Ich sollte wieder so fit werden wie vor dem Unfall«, sagt die 20-Jährige. Aber an ihre Ankunft habe sie keine Erinnerungen mehr. Im Nachhinein sagt Campbell: »Es war mein Glück, dass ich hierher gekommen bin.« Nach Früh-Reha, Früh-Mobilisation, Ergotherapie, psychologischer Betreuung, Schwimmen, Krankengymnastik, Mathe- und Deutschstunden sowie der einen oder anderen Krise ist sie fast wieder so fit wie vor ihrem Unfall. »Ich habe den Leuten hier viel zu verdanken«, sagt sie. Damit meint die Reha-Patientin aus Ingolstadt nicht nur die Leidensgenossen, von denen einige zu Freunden geworden sind. Auch den Ärzten, Krankenschwestern und Therapeuten ist die junge Frau dankbar. Ihren Dank drückt die Konditorin unter anderem dadurch aus, indem sie für alle Torten, Kuchen und Plätzchen backt - es handelt sich dabei auch um eine so genannte Berufstherapie, damit der jungen Frau später der Einstieg in den Job leichter fällt. Denn im Sommer 2004 darf Michaela Campbell die Reha-Klinik wieder verlassen.

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