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Mittwoch, den 7. Mai 2008
Mit Bonanza zum Rekord Malte Mohr gewinnt Stabhochsprung-Meeting in Engen
Engen (mu). Malte Mohr hatte aufs richtige Pferd gesetzt: Der 21-jährige Jungspunt der Kaderschmiede Bayer Leverkusen katapultierte sich im Takt der Bonanza-Melodie in luftige Höhen, gewann das 3. Stabhochsprung-Meeting in Engen und stellte mit übersprungenen 5,60 Meter einen neuen Stadionrekord auf. Nur denkbar knapp scheiterte er an der Olympianorm von 5,70 Metern. Offensichtlich beflügelte der Takt des Ponderosa-Clans den mehrfachen deutschen Jugendmeister, denn keiner seiner Kollegen konnte seinem Höhenflug folgen. Dabei hatte sich ein illustres Athletenvölkchen im idyllischen Hegaustadion versammelt, um sich in der familiären Atmosphäre auf große Ziele einzustimmen. Mit dem bisherigen Stadionrekordhalter Richard Spiegelburg (mit 5,40m), Lars Börgeling, Hendrik Gruber und Fabian Schulze waren weitere vier potentielle Olympia-Kandidaten am Start. Nicht zu vergessen Lokalmatador Uwe Stemmer sowie Nachwuchstalente wie Florian Sürth, Michel Frauen und Leo Lohre, Sohn des mehrfachen Deutschen Meisters, Günther Lohre. Der trainiert seinen Filius und war ebenfalls vor Ort. Der Altmeister der deutschen Stabhochspringer lag zu Beginn des Wettkampfes mit seinem Tipp goldrichtig: Er schätzte die Rekordhöhe für das Engener Meeting auf 5,60 Meter. Bis die erreicht war, wurde den 400 Zuschauern spannende Flugduelle geboten, allesamt mit den persönlichen Wunschmelodien der jeweiligen Springer untermalt. Bei der Anfangshöhe von 4 Meter tummelte sich noch die lokalen Athleten, ehe bei 4,90 Meter die "Großen" der Szene eingriffen. Die waren widrigen Windverhältnissen ausgesetzt, die ihnen einiges abverlangte. "Diese Windböen waren problematisch, deshalb ist die Leistung von Malte umso höher zu bewerten", freute sich der Bundestrainer über die Topform des Youngsters. Nicht optimal lief es bei Lars Börgeling, der mit seinen übersprungenen 5,40 Meter gar nicht zufrieden war. Allerdings mussten bei dieser Höhe auch Spiegelburg, Gruber und Fabian Schulze nach jeweils drei Versuchen passen. Schon davor stiegen Florian Sürth (5,30m) und Michel Frauen (5,40m) aus dem Wettkampf aus. Übrig blieb Malte Mohr, der im dritten Versuch den neuen Stadionrekord von 5,60 Meter übersprang. Und als Sahnehäubchen hätte der Überflieger von Bayer Leverkusen fast noch die 5,70m und damit die Olympiaqualifikationshöhe geschafft - Sekunden wackelte die Latte nach dem dritten Versuch, ehe sie fiel. Für Bundestrainer Jörn Elberling kein Beinbbruch, er war zufrieden mit den Leistungen seiner Schützlinge, die teilweise erst am Anfang ihrer Saison stehen. Außerdem genoss er die "tolle Atmosphäre" in Engen und möchte nächstes Jahr gerne wieder kommen, vorausgesetzt der zweite Einstichkasten im Stadion ist installiert. Dann können die Springer bei ungünstigen Windverhältnissen einfach die Anlaufrichtung wechseln und mit Rückenwind noch höher fliegen. Das taten die Springer im Anschluss an das Engener Meeting. Vom Hegaustadion ging es direkt via Paris in die Karibik, wo sie auf Martinique zum nächsten Höhenflug ansetzten.
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