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Mittwoch, den 7. Mai 2008
Praxis ohne Forschung WOCHENBLATT-Interview mit Steinbeis-Manager Ekkeha
Stockach (sw). Nun ist der zweite Kurs an den Start gegangen. 20 Studierende wollen die dreijährige Ausbildung zum "International Bachelor of Business Administration" berufsbegleitend anpacken, die die private Steinbeis-Hochschule in den Räumen der Stockacher Stadtwerke anbietet. Das WOCHENBLATT sprach mit Steinbeis-Bereichsleiter Ekkehard Biller über Chancen und Möglichkeiten. WOCHENBLATT: Der erste Kurs ging im letzten Jahr mit 18 Studierenden an den Start. Sind noch alle mit dabei? Ekkehard Biller: Ja, bisher ist noch keiner ausgestiegen. Und die Leistungen des Kurses sind gut. WOCHENBLATT: War es schwer, den zweiten Kurs zusammenzubekommen? Ekkehard Biller: Es ist immer schwer, Kurse voll zu bekommen. Aber ich habe vier Infoabende angeboten, und ich bin viel in Unternehmen unterwegs. Ich betreibe das ganze Jahr über Akquise. Der Kurs ist kein Selbstläufer, man muss schon etwas tun. Jetzt ist schon der Startschuss für die Anwerbung für den Kurs im nächsten Jahr. WOCHENBLATT: Hat sich durch den Weggang des ehemaligen Stadtwerke-Chefs Christoph Baier etwas für Sie verändert? Ekkehard Biller: Nein, denn die Partnerschaft besteht zwischen der Steinbeis-Hochschule und der Stadt Stockach. Die Stadtwerke sind ein Teil der Stadt, und Christoph Baier war einer unserer Partner - aber nicht der einzige. WOCHENBLATT: Sind die Teilnehmer des ersten Kurses mit ihrem Studium zufrieden? Ekkehard Biller: Die Evaluation machen wir immer nach einem Jahr. Im Mai führen wir eine schriftliche Befragung unter den Studenten durch, und wir möchten damit auch ermitteln, was wir besser machen können. WOCHENBLATT: Sind Sie mit dem Standort Stockach zufrieden? Ekkehard Biller: Die Unterstützung durch die Stadt ist sehr gut. Jede Stadt will eine solche Hochschule haben. Doch nicht alle sind bereit, soviel dafür zu tun wie Stockach. Daher bleibt Stockach auch unser zentraler Standort, denn wir bieten Kurse auch in Friedrichshafen, Überlingen und Donaueschingen an. WOCHENBLATT: Wie finanzieren die Teilnehmer das Studium? Ekkehard Biller: Einige, oft größere Unternehmen übernehmen einen Teil der Kosten. Es gibt auch viele individuelle Absprachen zwischen Unternehmen und Student. Doch viele Teilnehmer bezahlen den Studiengang auch selbst. Er kostet 330 Euro im Monat, bei einer Ausbildung über 36 Monate sind das 11.880 Euro. WOCHENBLATT: Kann eine berufsbegleitende Ausbildung ein Vollzeitstudium ersetzen? Ekkehard Biller: Wir haben eine andere Zielsetzung. Wie wollen unsere Leute nicht zu Wissenschaftlern ausbilden. Wir bieten eine anwendungsbezogene Ausbildung mit Praxisbezug unter akademischen Gesichtspunkten an. Doch haben unsere Teilnehmer bereits Berufserfahrung und fangen daher nicht bei Null an. Außerdem nimmt das Eigenstudium einen großen Raum ein.
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