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22.12.09

Biolago zur Vernetzung der Gesundheitsforschung am See

Nobelpreisträger Harald zur Hausen beim Meeting in Konstanz dabei

Konstanz (swb). Bereits zum 5. Mal trafen sich Forscher und Unternehmer aus den Lebenswissenschaften (Life  Sciences) zum Austausch beim "Wissenschaft-trifft-Wirtschaft-Tag" [WtW] an der Universität  Konstanz. Die Erwartungen beim diesjährigen Treffen, das unter dem Zeichen  "Gesundheitswirtschaft - von der Idee zum Produkt" stand, wurden mehr als übertroffen. Mit weit  über 200 Unternehmern sowie ihrer Kollegen aus der Forschung waren doppelt so viele Teilnehmer  aus Deutschland, Schweiz und Österreich vertreten als im vergangenen Jahr. Insbesondere die   Experten-Diskussion über Perspektiven einer Krebsimpfung mit Medizin-Nobelpreisträger Harald zur  Hausen sowie Forschern, Ärzten und Unternehmern aus Konstanz, Zürich und St. Gallen entfachte  großes Interesse.  

"Guter Einfall da – aber wie geht’s weiter?" - Diese und andere Fragen rund um die Vernetzung von   Gesundheitsforschung und - industrie in der internationalen Region Bodensee standen im Vordergrund des  diesjährigen "Wissenschaft-trifft-Wirtschaft"-Tages, der vom  seeübergreifenden Netzwerk für Lebenwissenschaften (Life Sciences) und Biotechnologie, BioLAGO e.V.,  ausgerichtet wurde.

 

Eines der Schwerpunktthemen waren Erfahrungsberichte und Praxistipps zum Thema Firmengründung. So  gab Bioinformatiker Michael Berthold, der als Professor an der Uni Konstanz ein Unternehmen in Zürich aus  der Hochschule ausgegründet hat, den Zuhörern mit auf den Weg, dass Expertenhilfe sowie Flexibilität bei  den ersten Schritten als Unternehmer wertvoll seien. Sabine Lautenschläger, die kürzlich in Eriskirch bei  Lindau ein Diagnostik-Labor eröffnete, betonte, wie nützlich Familie, Freunde aber auch Netzwerke für die  Unternehmensgründung seien: "Über den Kontakt zu BioLAGO haben wir einen Teil unserer  Laborausstattung wie z.B. Pipetten und Schüttler vom Konstanzer Großunternehmen Nycomed geschenkt bekommen", freute sich die Geschäftsführerin. Konstanz' Oberbürgermeister Horst Frank richtete sein Wort  an die zahlreich anwesenden Studierenden sowie Nachwuchswissenschaftler und sprach ihnen Mut zu, "ein eigenes Unternehmen auf die Beine zu stellen".

Höhepunkt des diesjährigen trinationalen Meetings war das Mitwirken des letztjährigen Medizin-  Nobelpreisträgers Harald zur Hausen vom Deutschen Krebsforschungszentrum, der in seinem Vortrag über  die Rolle von Viren bei der Entstehung von Krebs informierte. 

Mehr auch unter www.grenzenlos-denken.de/sdw/partner/index.html   

Von: Oliver Fiedler