![]()
|
|
25.04.12
Büsingen: Zweiter WahlgangRennen zwischen Wolfgang Welle und Markus Möll![]() Einer von ihnen wird in drei Wochen zum Bürgermeister gewählt worden sein: Markus Möll (links) oder Wolfgang Welle. swb-Bild: cb Büsingen (cb). Die Exklave Büsingen hat gewählt - und wird nochmal wählen. Wirklich überrascht hat diese Tatsache nicht, standen doch sechs Kandidaten zur Wahl; dass hier ein Kandidat die Wahl im ersten Gang mit der absoluten Mehrheit gewinnt war unwahrscheinlich. Wolfgang Welle holte mit 43,7 Prozent der Stimmen den höchsten Anteil, ihm folgt Markus Möll mit 34,7 Prozent. Die einzige Frau unter den Kandidaten, Ursula Leutenegger, konnte 15,1 Prozent der Wähler von sich überzeugen. Die Kandidaten Georg Höfer, Joachim Widera und Michael Schönle konnten weit abgeschlagen nur 3,1 Prozent, 3,0 und 0,5 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen. Um im ersten Wahlgang zu siegen muss ein Bewerber über 50 Prozent der Stimmen bekommen. Insgesamt lag die Wahlbeteiligung bei 61,9 Prozent. Das bedeutet, dass von den 838 Wahlberechtigten Büsingern 519 an die Urne gingen. Noch-Bürgermeister Gunnar Lang zeigte sich von der Wahlbeteiligung enttäuscht: »Es gab so viele Möglichkeiten, die Kandidaten kennen zu lernen und Interesse zu zeigen. Aber im Vergleich zu anderen Gemeinden muss man mit der Wahlbeteiligung zufrieden sein«, tröstet er sich. Die Kandidaten wappnen sich derweil für den zweiten Wahlgang am Sonntag, 13. Mai. Wolfgang Welle, Hauptamtsleiter und Kämmerer in Büsingen, zeigte sich dankbar gegenüber den Wählern, die ihn mit ihren Stimmen in die Favoritenposition katapultiert haben: »Eine wichtige Zwischen-Etappe ist geschafft, aber der Kampf ist noch nicht vorbei«, resümiert er nach der Ergebnisverkündung vergangenen Sonntag. Jetzt blicke er nach vorn auf den zweiten Wahlgang. Es gälte, die Zeit zu Nutzen, um die Bürger von seiner Kompetenz und Erfahrung im Rathaus und mit den Büsinger Besonderheiten zu überzeugen. Auch Markus Möll gibt sich kämpferisch: »Die erste Schlacht ist geschlagen«, erklärt er und ergänzt: »Dass es eng wird, war klar, es gab ein, zwei starke Mitbewerber.« Für das weitere Vorgehen steht für den Volkswirt und Gemeinderat in Gailingen so viel schon fest: »Ich werde weiter das Gespräch zu den Büsinger Bürgern suchen.« Ursula Leutenegger, die mit 15,1 Prozent die drittmeisten Stimmen gewann, zeigte sich am Wahlabend noch unentschlossen dazu, ob sie ein zweites Mal kandidiert. Dem WOCHENBLATT gegenüber erklärte sie am gestrigen Dienstag, sie habe sich entschlossen, »das Feld den Männern zu überlassen«. Anscheinend sei Büsingen noch nicht bereit für einen Neuanfang, die beiden Herren hätten mehr Erfahrung in der Verwaltung. 15 Prozent seien ein gutes Ergebnis - und der Kommunalpolitik bleibe sie als Rätin erhalten: »Ich bringe mich weiter mit meinen Ideen ein«, versprach sie. Bis Donnerstag, 26. April, 18 Uhr müssen sich die Kandidaten für den zweiten Wahlgang erneut bewerben. Diesen Artikel versenden an:
|
|
|
| © 2009 - Verlag Singener Wochenblatt GmbH & Co. KG |