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20.08.12
Diessenhofen: Museum in neuem KleidOberes Amtshaus ist jetzt besser zugänglich![]() Hansjörg Brem diskutierte mit Walter Sommer zur Ausstellungseröffnung über die Renovation des Museums im Amtshaus. swb-Bild: Ritter Diessenhofen (swb). Nach zweimonatigem Umbau öffnete am Freitag das Obere Amtshaus in Diessenhofen seine Türen. Der Anlass war gleichzeitig Vernissage der Wanderausstellung »Der See erzählt«. Das Orts- und Stoffdruckmuseum im untersten Stockwerk wurde ausgeräumt. Hier entstanden neue, schöne Räume, welche das Moderne mit dem Alten in idealer weise verbinden. Ein neuer Zugang mit Aussenpodest, eine trendige Küche und die sanierte WC-Anlage machen diese Etage ideal, um kleinere Anlässe durchzuführen. »Die Räume sind offen für eine allfällige spätere Gestaltung der Ortsgeschichte oder des Stoffdruckmuseums« erklärte Stadtschreiber Armin Jungi. Die oberste Etage, welche Wechselausstellungen beherbergt, erhielt moderne WC-Anlagen. Die Ausstellung des Diessenhofer Malers Carl Roesch in der mittleren Etage zeigt sich noch im alten Kleid. Das Obere Amtshaus heisst jetzt »Kunst & Wissen Oberes Amtshaus«. Die Gesamtkosten von rund 65000 Franken zahlte die Stadtgemeinde. »Die Handwerker, alle aus Diessenhofen, leisteten hervorragende Qualitätsarbeit« lobte Walter Sommer, Stadtammann. Besonderen Dank richtete er an Thomas Breitler, Leiter Wasser und Gas Diessenhofen, welcher das Projekt geleitet hatte. Es sei erstaunlich, dass diese Verwandlung in einer Bauzeit von nur gut zwei Monaten möglich war, betonte Sommer. Vorher habe es teilweise wie in einer Gerümpelkammer ausgesehen. »Mit diesem Umbau machten wir einen ersten Schritt in die richtige Richtung und wir haben späteren Entscheiden nichts vorweggenommen«, fasst Sommer zusammen. Die erste Gastausstellung in den neuen Räumen entführt die Besucher in die Welt der Pfahlbauer, welche zwischen 4300 und 850 vor Christus Siedlungen an Seeufern bauten. Hansjörg Brem, Kantonsarchäologe Thurgau, wies auf die Gefahren für die archäologischen Schätze an den Seeufern hin. Erosion, landwirtschaftliche Nutzung und Entwässerung könnten in den nächsten Jahrzehnten Jahrtausende alte Siedlungsreste vernichten. Denkmalpfleger und Seenforscher aus den Staaten rund um den Bodensee ergreifen deshalb im Rahmen des Projektes »Ufererosion und Denkmalschutz« Maßnahmen, um die Zerstörung aufzuhalten. Eine davon ist die Ausstellung »Der See erzählt«. Die Wander-Ausstellung kann noch bis vor Weihnachten 2012 in Diessenhofen besucht werden. Sie ist offen von 14 bis 17 Uhr, von Mai bis September am Samstag und Sonntag, von Oktober bis April nur am Sonntag. Diesen Artikel versenden an:
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