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01.05.12
Engen: Bittere Niederlage im Südbaden-DerbyHegauer FV Frauen verlieren gegen SC Freiburg II mit 2:1Freiburg/Engen (swb). Genauso turbulent wie das Aprilwetter während des Spiel gegen den SC Freiburg II, mit Sonne, stürmischen Wind, Regen und Hagelschauer, war die Abfolge des emotional Erlebten für das Regionalligateam des Hegauer FV. Elfmeter verschossen, frühe Führung erzielt, gut gespielt innerhalb von vier Minuten zwei unnötige Gegentore kassiert und danach noch zwei hundertprozentige Chancen ausgelassen. Durch die bittere Niederlage wird es für die HFV-Elf im Kampf um den Klassenerhalt bei noch drei Spielen nicht einfacher. Der Hegauer FV begann die Partie mit viel Schwung und hatte bereits in der zweiten Minute durch Luisa Radice die erste gute Möglichkeit. Ihr Distanzschuss ging knapp über das Lattenkreuz. In der 6. Minute wurde Luisa Radice, frei vor dem Tor, im Strafraum durch ein Foul in letzter Sekunde gebremst. Die HFV-Spielführerin übernahm die Verantwortung selbst und setzte den Foulelfmeter leider knapp neben den linken Torpfosten. Kurz darauf hatte der SC Freiburg im Anschluss an einen Eckball die erste und einzige gute Tormöglichkeit im ersten Abschnitt (8.). In der 11. Minute wurde ein HFV-Angriff mit einem Foul kurz vor dem Freiburger Sechszehner unterbunden. Die Gastgeberinnen waren noch mit dem Stellen der Freistoßmauer beschäftigt, als Justyna Trzaskowski den Freistoß schnell ausführte. Der Ball prallte von der Querlatte zurück ins Feld, wo Meike Meßmer genau richtig stand und den Ball per Kopfball zur umjubelten Führung im SC-Tor unterbrachte. Es entwickelte sich im weiteren Verlauf ein temporeiches Spiel auf Augenhöhe, das sehr taktisch geprägt war. Beide Mannschaften verschoben gut und hielten den Gegner weitgehend vom eigenen Strafraum fern. Im zweiten Abschnitt setzten die Gastgeberinnen ein erstes Ausrufezeichen. Myriam Krüger, beste SC-Akteurin an diesem Tag prüfte HFV-Torhüterin Selina Szell mit einem gefährlichen Distanzschuss (51.). In der 55. Minute brannte es lichterloh im Hegauer Strafraum, als man nur mit Mühe den Ausgleichstreffer der Gastgeberinnen verhindern konnte. Der klärende Ball in dieser Situation kam zu Luisa Radice, die auf und davon zog und in letzte Sekunde von SC-Torhüterin Ann-Kathrin Selz am erfolgreichen Torabschluss gehindert wurde (55.). In der 63. Minute war es wieder die Freiburger Torhüterin, die mit einem spektakulären Flugkopfball an der Strafraumgrenze vor HFV-Stürmerin Romina Stinziani klärte. Bis in die Schlussviertelstunde hatte die HFV-Führung bestand und wurde dann mit zwei unnötigen Fehlern im Defensivverhalten innerhalb von vier Minuten mehr oder weniger verschenkt. In der 74. Minute wurde Carmen Höfflin als ballführende Spielerin nicht attackiert, die hielt aus 18 Meter einfach mal drauf und war mit einem Aufsetzer erfolgreich. Vom Ausgleichstreffer geschockt, war die HFV-Elf nur eine Minute später ziemlich unsortiert und hatte Glück, dass Freiburg nicht gleich den Führungstreffer nachlegte. Es war erneut Höfflin, die in der 78. Minute mit ihrem zweiten Treffer das Spiel zu Gunsten der Freiburgerinnen wenden konnte. Nach einer Flanke von Luisa Radice stand Romina Stinziani allein vor SC-Torhüterin Selz, die mit einer Glanzparade den Ausgleich verhindern konnte. Meike Meßmer (82.) und Romina Stinziani (90.) hatten zwei weitere richtig gute Möglichkeiten, um doch noch etwas Zählbares aus Freiburg mitzunehmen. Am Ende war es eine ganz bittere Niederlage im Südbaden-Derby für den Hegauer FV. „Die erste Halbzeit hat meine Mannschaft stark gespielt. Im zweiten Abschnitt hat man gemerkt, dass wir durch die zahlreichen Verletzungen in der Rückrunde einen gewissen Substanzverlust haben. Die Folge, einige Spielerinnen konnten deshalb nicht den Leistungslevel über neunzig Minuten halten. Schade, denn wir hätten heute mindestens einen Punkt verdient gehabt“ so die Kurzanalyse von HFV-Coach Gino Radice nach dem Spiel. Von: Oliver FiedlerDiesen Artikel versenden an:
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