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09.05.12

Espasingen: Am besten gemeinsam

Muttertag - drei Frauen erzählen

Drei Frauen, eine Familie: Der Muttertag wird meistens gemeinsam verbracht.

Drei Frauen, eine Familie: Der Muttertag wird meistens gemeinsam verbracht.

Espasingen (cb).  Kinder schleichen morgens in die Küche, um Frühstück zu machen, der Vater stellt leise raschelnd Blumen auf den Tisch und die Frau Mama wird verwöhnt. Ob und wie sich der Muttertag verändert hat und wie er am liebsten begangen wird, dazu hat das WOCHENBLATT Oma, Mama und ein bisschen auch die Tochter befragt. Ilonka Fischer wohnt mit Mann und zwei Kindern in Espasingen, ihre Tochter Sarah ist 17. Mutter Rosa Meier ist 77 und lebt in Stockach und ist extra zu Besuch gekommen. Gemeinsam sitzen die drei am Tisch in der Wohnküche.

WOCHENBLATT: Wie läuft der Muttertag bei Ihnen meistens ab?

Ilonka (lacht): Meistens unspektakulär. Ich arbeite in einem mobilen Pflegedienst und habe meistens Dienst. Aber wenn ich frei habe, machen die Kinder Frühstück. Der Nachmittag gehört dann den Müttern. Wir fahren zur Schwiegermutter und zu meiner Mutter, und dann gibt es Kaffee und Kuchen.

Rosa: Bis zum Nachmittag bin ich meistens allein. Früher sind wir immer alle zusammen gewesen. Das war sehr schön. Nachdem mein erster Mann gestorben ist, habe ich wieder geheiratet. Er hatte keine Eltern, da war es schwierig mit dem Muttertag - und auch mit den Kindern: Ich hatte vier, er nochmal zwei, die kann man nicht alle in ein Auto packen.

WOCHENBLATT: Was ist Ihnen am Muttertag ganz besonders wichtig?

Rosa: An dem Tag ist wichtig, dass alle zusammenkommen, damit man weiß, man gehört noch zusammen.

Ilonka: An sich ist mir der Tag gar nicht so wichtig, weil bei mir fast jeden Sonntag Muttertag ist. Mein Mann kocht jeden Sonntag und ab dem Mittag machen die Kinder die Küche. Da habe ich wirklich Glück.

Sarah: ich will am Muttertag die Mama verwöhnen und zeigen, dass ich sie lieb hab. Mit Pralinen, mit Blumen, mit Frühstück machen.

WOCHENBLATT: Finden Sie, es ist schwieriger geworden mit der Erziehung?

Rosa: Ich glaube, es war früher einfacher. Da gab es nicht so viel. Jetzt gibt es Computer und Handys und Unmengen an Spielzeug. Ich staune, wenn ich sehe, was die Kinder alles haben.

Ilonka: Ich kann nicht sagen, ob es leichter oder schwieriger geworden ist. Die Kinder bekommen nur schon früher viel mehr mit, ich denke, früher waren sie leichter zufrieden zu stellen.

Von: Christine Brackmeyer



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