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19.01.10

Kliniken: Aufsichtsrat zurrt Zeitplan fest

Kommunale Lösung wird vorrangig behandelt

Singen. Der Aufsichtsrat des HBH-Kliniken-Verbundes hat am Freitag getagt und den Zeitplan für die Sanierung festgelegt. Auffallend: Die Politiker lassen sich viel Zeit. An eine private Trägerschaft will man erst im Herbst herangehen. Konstanz hat die erste Priorität. Hier die Presseerklärung im Wortlaut:

 

"Einen entscheidenden Schritt vorwärts in Bezug auf die weitere Entwicklung des

HBH-Verbunds ist der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am Freitagnachmittag gekommen.

Er einigte sich auf einen Zeitplan für das weitere Vorgehen bezüglich der Trägerschaft und

für die Umsetzung der Maßnahmen aus dem Kienbaum-Gutachten. Hinsichtlich der

Trägerschaft räumte das Gremium der kommunalen Lösung klare Priorität ein. So sollen bis

Ende Mai Gespräche hinsichtlich einer Kreislösung mit den Konstanzer Verantwortlichen

geführt werden, parallel dazu wird geprüft, ob der Verbund in der bisherigen

Zusammensetzung weiterbestehen kann. Im Juni werden die verantwortlichen Gremien eine

Vorentscheidung über die Trägerschaft fällen.

Sollte sich bis dahin heraus stellen, dass die kommunale Weiterführung – ob mit oder ohne

Konstanz - nicht möglich ist, werden Verhandlungen mit privaten Trägern im Laufe des

Sommers bis zum Herbst geführt. Bis zur Vorentscheidung wird auch klar sein, ob für die

beiden Rehakliniken – Sankt Marien in Bad Bellingen und Hochrhein-Eggberg-Klinik in Bad

Säckingen - neue Träger gefunden werden konnten.

Der Zeitplan sieht weiterhin vor, das Standortfeinkonzept mit dem Schwerpunkt Stühlingen

im Herbst/Winter 2010 zu detaillieren. Zum Jahreswechsel soll die finale Entscheidung über

die Zukunft des Verbunds gefällt werden, mit der Umsetzung der Beschlüsse wird bis April

2011 gerechnet. Die Stelle der kaufmännischen Gescha…Nftsführung wird durch Kienbaum

zeitnah ausgeschrieben. Die neue Gescha…Nftsführung soll am 1. Juli ihre operative Tätigkeit

aufnehmen.

Parallel zu der Entscheidung über die Trägerschaft werden fortlaufend machbare

Optimierungen gemäß dem Kienbaum-Gutachten vollzogen. So bald als möglich wird auch

die Verbunds-Gescha…Nftsführung mit Verdi und dem Marburger Bund Gespräche über eine

befristete Beteiligung der Mitarbeiter an den Einsparpotentialen führen.

Auch die Aufsichtsräte und Gesellschafter werden zukünftig stärker in die Pflicht genommen.

Der Aufsichtsrat wird fortan monatlich tagen (bisher vier Mal pro Jahr), die

Gesellschafterversammlungen werden regulär vier Mal im Jahr tagen (bisher zwei Mal im

Jahr)."

Von: Hans Paul Lichtwald




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