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23.05.12

Kreis: Am Donnerstag kommt die große Katastrophe

»Terrex« geht über Grenzen / Schweizer Armee in Deutschland

Rolf Jürgen Stoffel, Claudius Graf-Schelling, Hans-Ulrich Solenthaler, Michael Kuhn und Landrat Frank Hämmerle kündigten die große Katastrophenschutzübung »Terrex 2012	 « an.swb-Bild: of

Rolf Jürgen Stoffel, Claudius Graf-Schelling, Hans-Ulrich Solenthaler, Michael Kuhn und Landrat Frank Hämmerle kündigten die große Katastrophenschutzübung »Terrex 2012 « an.swb-Bild: of

Konstanz/Kreuzlingen (of). Am Donnerstag soll es ganz dick kommen für die Region Konstanz/Kreuzlingen. Zusätzlich zu einem biblischen Hochwasser mit Treibholz auf dem See soll ein Schiff mit vielen Passagieren verunglücken und langsam versinken. Dazu wird auf dem Gelände der Kläranlage Konstanz ein Gastank explodieren und eine Schneise der Verwüstung ziehen. Und zu allem Unglück stürzt dann noch die Decke der Bodensee-Arena in Kreuzlingen ein. 

Dass man schon jetzt von diesen Katastrophen weiß, ist ein gutes Zeichen. Denn das Szenario ist Teil der trinationalen Katastrophenübung »Terrex 12«, die vom 22. bis 24. Mai in Deutschland, Österreich und der Schweiz stattfindet. Seit knapp zwei Jahren planen Einsatzstäbe aus Deutschland, der Schweiz und Österreich diese große Übung, bei der viele zivile Kräfte des Katastrophenschutzes und etwa 2.500 Soldaten im Einsatz sind. Allein in Konstanz sind 530 zivile Kräfte von Feuerwehr, THW, DRK, DLRG, 270 Soldaten der Bundeswehr und 300 der Schweizer Armee im Einsatz.

Letzteres ist übrigens eine absolute Premiere: Erstmals werden am Donnerstag Schweizer Soldaten - als Helfer natürlich - die Grenze übertreten. Davor wird das Procedere komplett durchgespielt, denn der Marschbefehl muss aus Bern kommen. »Schon der Grenzübertritt ist eine Übung für sich«, sagte Hans-Ulrich Solenthaler von der Schweizer Armee. Auch der Thurgauer Regierungsrat Claudius Graf-Schelling freut sich über die grenzüberschreitende Übung genauso wie Landrat Frank Hämmerle und Michael Kuhn von der Bundeswehr. Alles wird nicht klappen, und aus den Fehlern dieses Tages könne man viel lernen.

Beim ehemaligen Kreisbrandmeister Rolf Jürgen Stoffel liefen in den letzten Wochen ganz viele Fäden zusammen, denn er ist sozusagen Organisator vor Ort gewesen. Die größte Herausforderung für ihn sind die 180 Personen, die vom Schiff im Konstanzer Hafen gerettet werden müssen. Dabei kann Donnerstag ab etwa 13 Uhr übrigens die Bevölkerung zuschauen. Sogar Führungen zum Szenario seien geplant, wurde bekannt gegeben.

Von: Oliver Fiedler



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