![]()
|
|
26.05.12
Möggingen: »Ja« zu den StarenkästenStationäre Blitzer in Möggingen kommen![]() In Zukunft heißt es in Möggingen »Runter vom Gas«. Der Ortschaftsrat hat sich einstimmig für die Einrichtung zweier stationärer Blitzanlagen in der Liggeringer Straße entschieden. swb-Bild: gü Möggingen (gü). Eigentlich schien die Messe in Sachen »stationäre Blitzer« im Radolfzeller Ortsteil Möggingen gelesen zu sein: Die Ortschaftsräte um Ortsvorsteher Ralf Mayer gaben im Rahmen des lange ersehnten Verkehrsberuhigungskonzeptes grünes Licht für die Einrichtung zweier neuer stationärer Blitzanlagen. »Die verkehrstechnischen Erhebungen ergaben, dass die Durchgangsstraße Liggeringer Straße von den Geschwindigkeitsüberschreitungen am stärksten betroffen ist«, erklärte Ortsvorsteher Mayer damals im Gespräch mit dem WOCHENBLATT. Insbesondere Kinder seien durch die schnell fahrenden Autos gefährdet. Die Kosten der Maßnahme werden sich auf 150.000 Euro belaufen. Doch kurz vor dem endgültigen Beschluss für die neuen »Starenkäste« schien der Radolfzeller Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung am Dienstag Ortschaftsrat-Entscheid zu kippen. Besonders SPD-Gemeinderat Manfred Debatin schien von der stationären Verkehrsüberwachung in Möggingen nicht angetan zu sein. »Die Frage ist, wo die Gefahr für Kinder und Fußgänger größer ist: In der Ortsdurchfahrt in Möggingen oder beispielsweise in der Schlesierstraße, wo Kindergarten und Spielplatz direkt gegenüber liegen«, so Debatin. Seiner Meinung nach, brauche nicht jeder Ortsteil mindestens einen stationären Blitzer. Alois Peter aus der CDU-Fraktion sprach sich hingegen für einen Bau aus: »Wenn diese beiden Anlagen auch nur einen schwerwiegenden Unfall verhindern, haben sie sich mehr als rentiert.« Trotz aller Querelen und langer Diskussionen entschieden sich die kommunal Politiker mit großer Mehrheit für die stationären Blitzer. Der Grund für diese Maßnahme ist dabei schnell gefunden: »Das Scheitern der baulichen Vorschläge führt uns zu dieser Lösung«, verrät Mayer. Die Alternative, den Verkehr durch drei Flaschenhälse jeweils an den Ortseinfahrten zu beruhigen, wurde im Ortschaftsrat zwar bevorzugt, scheiterte aber am Einwand des Landes, dass zuerst mit verkehrstechnischen Maßnahmen versucht werden müsse, die Geschwindigkeit zu drosseln. Diesen Artikel versenden an:
|
|
|
| © 2009 - Verlag Singener Wochenblatt GmbH & Co. KG |