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15.05.12

Möggingen: Wilde Eierbirnen

Streuobst-Sortengarten ist eröffnet worden

Beim Mögginger Friedhof ist am Freitag ein Streuobst-Sortengarten eröffnet worden. Inmitten der Anlage, zwischen der »Wilden Eierbirne« und der »Roten Sternrenette« informierten Christoph Stocker, Leiter des Radolfzeller Umweltamtes, Projektleiterin Katrin Erhartsmann (v.r.) sowie Ortsvorsteher Ralf Mayer (3.v.r.). swb-Bild: pud

Beim Mögginger Friedhof ist am Freitag ein Streuobst-Sortengarten eröffnet worden. Inmitten der Anlage, zwischen der »Wilden Eierbirne« und der »Roten Sternrenette« informierten Christoph Stocker, Leiter des Radolfzeller Umweltamtes, Projektleiterin Katrin Erhartsmann (v.r.) sowie Ortsvorsteher Ralf Mayer (3.v.r.). swb-Bild: pud

Möggingen (pud). Vor nicht allzu langer Zeit hatte jede Region in Mitteleuropa ihre eigenen Obstsorten. Viele Streuobstwiesen prägten früher auch das Bodenseegebiet. In Radolfzell und Umgebung gab es vor 50 Jahren noch rund 54.000 Streuobstbäume. Heute allerdings ist lediglich ein Zehntel davon übrig geblieben. Ein Projekt des Radolfzeller Umweltamts unter der Leitung von Katrin Erhartsmann hat sich zum Ziel gesetzt, alte und regional­typische Sorten zu bewahren und Streuobstwiesen als wichtigen Lebensraum für Tier- und Pflanzenarten zu erhalten. Aus diesem Grund entstand beim Mögginger Friedhof aus einer alten Streuobstwiese ein Streuobst-Sortengarten mit 71 Apfel,- Birn-, Pflaumen-, Kirsch- und Walnussbäumen, davon 46 Neupflanzungen durch Schüler der Hausherrenschule, der Teggingerschule und des Friedrich-Hecker-Gymnasiums. 

Am Freitag wurde der Sortengarten in Anwesenheit von Oberbürgermeister Dr. Jörg Schmidt, Umweltamtsleiter Christoph Stocker, Ortsvorsteher Ralf Mayer, der Naturpädagogin Angela Klein und zahlreichen Interessierten offiziell eröffnet. Zu Beginn des öffentlichen Pfads informiert eine Tafel über den Bestand der Anlage. An jedem Baum, so auch an der »Wilden Eierbirne« und der »Roten Sternrenette«, befindet sich ein Schild mit Erläuterungen zur Baumart, Herkunft und Verwendung. 

Wie Erhartsmann sagte, soll der Sortengarten ein »lebendiger Lernort« für Jedermann, insbesondere aber für Schulklassen, Touristen und Wanderer werden. Bänke und Tische laden zum Verweilen ein. Von dort aus hat man einen fantastischen Blick über Möggingen und den Mindelsee bis zu den Bergen. Darüber hinaus wird das Umweltamt Führungen sowie Schnitt- und Veredelungskurse anbieten. Im Rahmen der Eröffnung wurden Schecks in Höhe von 7.500 Euro von der Sparkasse Singen-Radolfzell, der »Ideen­initiative Zukunft« von dm-Markt und UNESCO in Höhe von 1.600 Euro sowie vom Plenum westlicher Bodensee in Höhe von 1.400 Euro übergeben. 

Von: Matthias Güntert



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