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26.09.12

Öhningen: Schule keine Kaderschmiede für Profis

Prinzip der kurzen Wege wird bevorzugt


Öhningen (pud). Die angedachte Gemeinschaftsschule mit dem Förderschwerpunkt Fußball in Öhningen ist vorerst vom Tisch. Ein entsprechender Antrag wird nicht gestellt. Stattdessen bevorzugt der Gemeinderat eine einzige Gemeinschaftsschule auf der Höri mit zwei Standorten in Öhningen und Gaienhofen. Neben den Verwaltungen sollen auch die beiden Schulleiter, Günter Weigert von der Grund- und Hauptschule Öhningen und Bernd Sutter von der Hermann-Hesse-Schule Gaienhofen, miteinander kooperieren, um ein Konzept zu erstellen. Ein entsprechender Brief wird an sie sowie an den Gaienhofener Bürgermeister Uwe Eisch formuliert, der noch in diesem Jahr beantwortet werden muss. Seit drei Jahren herrscht nämlich Funkstille bezüglich der Höri-Schullandschaft zwischen den beiden. Auf diese Vorgehensweise einigte sich der Öhninger Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig. Zuvor hatte Bürgermeister Andreas Schmid von seinen Gesprächen mit dem Kultusministerium berichtet, das ihm »keine klare Aussage«, jedoch diverse Bedingungen mit auf den Weg gegeben hatte. Dazu gehörte eine Schülerprognose mit Angabe des Einzugsbereichs. Laut Schmid will das Ministerium keinen »Schülertourismus«, sondern bevorzugt das Prinzip der »kurzen Wege«. Der anwesende Rektor Weigert konnte keine Schülerzahlen nennen, rechnete aber mit einem »hohen Zulauf«. Er musste zugeben, dass sich die Lehrer seiner Schule mehrheitlich gegen die geplante Gemeinschaftsschule ausgesprochen hatten. Gemeinderat Heinz-Günther Bareither fragte, ob es genügend gut Fußball spielende Lehrer an der Schule gäbe. Er bezweifelte, dass die Schule eine »Kaderschmiede für künftige Bundesligaspieler« werde. Schmid erwartete »kaputte« Sportplätze, wenn neben 13 bis 15 Jugendmannschaften des FC Öhningen zusätzlich vier Mannschaften der Schule darauf spielen und trainieren werden. 


Von: Matthias Güntert