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14.07.12
Radolfzell: Von Kameras und LangfingernRäte stimmen für Einrichtung von ÜberwachungskamerasRadolfzell (gü). Sie sollen in aller erster Linie dazu dienen, die Mitarbeiter der Radolfzeller Stadtbibliothek zu schützen und nicht dazu, Kunden zu überwachen: Dennoch wurde in der jüngsten Gemeinderatssitzung heftigst über die Einrichtung von Kameras im Zuge der Modernisierungsarbeiten am Österreichischen Schlösschen debattiert. Dabei sind Überwachungskameras in öffentlichen Gebäuden nichts Neues. Im Falle der Stadtbibliothek sind sie sogar dringend von Nöten, wie Bibliotheksleiterin Petra Wucherer erklärte: »Es handelt sich dabei nicht um aufzeichnende Kameras. Bei zwei zusätzlichen Stockwerken und dem derzeitigen Personal wäre die Fürsorge-Pflicht für die Kunden aber auch die Angestellten nicht weiter gegeben.« Ins gleiche Horn stieß auch Burkhard Grob von der CDU: »Man sollte sich bei dieser Investition von dem Wort »Überwachung« trennen und an die Sicherheit der Besucher und Angestellten denken.« Mit dieser Meinung stand er nicht alleine da. Von einem Kampf gegen den »Bucherklau« wollten hingegen die wenigsten Gemeinderäte etwas wissen. Jährlich würden laut Wucherer zwischen 10.000 und 20.000 Euro an Kosten auf die Stadt zukommen, die Aufgrund von Bücherdiebstählen zu berappen wären. Eine echte Sicherung seinen die neuen Kameras allerdings nicht. Dass sieht auch Siegfried Lehmann, Fraktionsvorsitzender der Freien Grünen Liste. »Da die Kameras nicht aufzeichnen verfehlen sie ihren Zweck in Sachen »Diebstahllsicherung«. Für ihn wäre ein ähnliches System wie in einem Supermarkt denkbar. Eine von SPD-Rätin Susann Göhler-Krekosch vorgeschlagene Garderoben-Lösung fand keine Mehrheit. Mit großer Mehrheit stimmten die Räte schlussendlich für die Einrichtung der Kameras. Diesen Artikel versenden an:
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