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30.07.12

Singen: Abschied für den Kohlenhändler

Gerhard Blümer an Zeppelinschule verabschiedet

Mit vielen Geschenken wurde Gerhard Blümer bei dem Abschied in sein Sabbatjahr vor dem Ruhestand verabschiedet. swb-Bild: of

Mit vielen Geschenken wurde Gerhard Blümer bei dem Abschied in sein Sabbatjahr vor dem Ruhestand verabschiedet. swb-Bild: of

Singen (of). Kohlenhändler wollte er werden als er jung war, doch sein Vater, der im Saarland diesen Beruf ausübte, wollte mehr aus ihm machen. Und so wurde aus Gernhard Blümer schließlich ein recht erfolgreicher Schulleiter in Singen. Am letzten Dienstag hieß es Abschied nehmen für ihn, er wird vor dem Eintritt in den Ruhestand im kommenden Jahr in ein Sabbatjahr gehen, wie seine anderen Schulleiterkollegen in Singen auch, die in den letzten Wochen ihren Abschied nahmen.

Nach der Begrüßung durch Konrektorin Birgit Gugeller, die schon manche Anekdote wie etwa einen Ausflug der ganzen Schule auf den zugefrorenen Untersee, blickte Schulamtsleiterin Sylvia Anderson auf die Karriere von Gerhard Blümer zurück. Nach dem Studium, für das er auch in Ohio war, kam er zunächst für ein Jahr in die Mädchenschule Zofingen, wechselte dann an die heutige Geschwister Scholl-Schule in Konstanz und wurde dort 1992 Konrektor. Im Jahr 2000 wurde dann für die Schulleitung der Zeppelin-Realschule in Singen berufen. Die Schule genieße eine hohe Akzeptanz bei Eltern und Schülern, lobte Anderson. Blümer sei es in einem hohen Engagement immer auch um die Ehrfurcht vor dem Menschen gegangen. Er habe sich mit einer hohen Kooperationsbereitschaft für die Schule eingesetzt.

Bürgermeister Bernd Häusler erinnerte daran, dass Blümer damals aus fünf Kandidaten durch den Gemeinderat ausgesucht wurde. Er habe in der Schule den Bereich Multimedia auf Vordermann gebracht, und gerade jetzt, wo man vor der Vollendung stehe, gehe er nun in den Ruhestand. Die Zeppelinschule sei die erste Schule in Singen gewesen, die eingezäunt werden musste, sie sei auch die einzige Schule, die eine lebendige Beziehung zur französischen Partnerstadt La Ciotat unterhalte. »Um die Schulsozialarbeit hat er sich nie beworben«, so Häusler. Aber es gibt sie natürlich inzwischen auch an der Zeppelinschule. Häusler zeigte sich selbst manchmal von der Ironie Blümers irritiert: »Man wusste nie so genau ob er es jetzt ernst meint oder nicht.«

Schuldekan Waldemar Matuschek kehrte für sein Grußwort an die Schule zurück, in der er selbst einige Zeit gewirkt hatte.: »Was wäre ein Schule ohne Segen«.

Gerhard Blümer sagte in seinem Abschiedswort, dass er keinen Tag an dieser Schule bereut habe. Und auch wenn ihn sein Vater für die Karriere anstupfen musste. Es fiel im leicht. »Die Arbeit mit Kindern macht einfach wahnsinnig Spaß. Und diese Schule war es immer wert, sich mit voller Kraft dafür einzusetzen.«

In vielen Darbietungen spielte auch die Fastnachtskleidung von Gerhard Blümer eine Rolle. Denn er kam stets mit der selben gelben Fliege. Bilder von der Verabschiedung gibt es unter www.wochenblatt.net

Von: Oliver Fiedler



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