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31.03.11

Singen: Museum an der Schaffhauser Straße vorgestellt

Kühner Bau soll für Attraktion sorgen


So soll das neue Museum der Südwestdeutschen Kunststiftung an der Schaffhauser Straße einmal aussehen. Der Spatenstich ist im Sommer geplant. Swb-Bild: of

So soll das neue Museum der Südwestdeutschen Kunststiftung an der Schaffhauser Straße einmal aussehen. Der Spatenstich ist im Sommer geplant. Swb-Bild: of

Singen (of). In Singener Ausschuss für Stadtplanung und Bauen wurde am Mittwoch der Bauantrag für die Ausstellungshalle der Südwestdeutschen Kunststiftung vorgestellt. Sie soll an der Parkstraße auf einem bislang freien Grundstück gleich unterhalt des Bahnübergangs Schaffhauser Straße entstehen. Als Bauherr wird der Geschäftsführer der Stiftung, Hermann Maier auftreten, der seine Pläne zum Museumsbau schon länger angekündigt hatte.

Entlang der Schaffhauser Straße soll nach den Plänen ein geschwungener Baukörper mit einer Höhe bis zu 11 Metern entstehen und wird aus konservatorischen Gründen keine Fenster haben. Die Vorgebäude auf der Rückseite des Gebäudes werden vier Meter hoch. Hier werden auch acht Oldtimer des Geschäftsführer der Südwestdeutschen Kunststiftung, Hermann Maier, untergebracht. Das Gebäude muss nach  Paragraph 34 genehmigt werden, weil es dort keinen gültigen Bebauungsplan mehr gibt. Die Stadt Singen hatte der Kunststifung das Grundstück angeboten.

Susanne Sargk (SPD) meinte, dass die Wellen des Gebäudes schon sehr gewöhnungsbedürftig wären, sie könnte sich damit gar nicht anfreunden. Sie blieb auch bis zum Schluss bei ihrer Ablehnung. Es war denn auch die einzige Gegenstimme in der Abstimmung.

Bürgermeister Bernd Häusler als zweiter Vorsitzender des Kunstvereins, der Gesellschafter bei der Kunststiftung ist, sagte, dass die Kunst bei diesem Haus bereits mit der Kubatur beginne. Es solle bereits ein Teil der Kunst sein und solle bewusst zu Diskussionen anregen. Das sorge für ein Alleinstellungsmerkmal für die Stadt Singen und werde zusätzliche Gäste anlocken. Wenn in Singen je ein Museum gebaut werden sollte, dass würde er auch Wert auf eine besondere Architektur legen. Die großen Museen der Welt würden alle durch besondere Architektur bestechen. Dieser Tradition folge nun auch dieser Neubau, für den laut Informationen der Südwestdeutschen Kunststiftung der Spartenstich im Sommer geplant ist.  Klaus Forster (FW) wunderte sich, wie das Gebäude nach Paragraph 34 sich der Umbebung einfügen solle. Es sei doch ein Solitär, der sich ganz vor der Umgebung abhebe. Dietmar Johann (SPD) meinte, dass man sich in Singen auf eine "fetzige Diskussion" einstellen könne. Wenn das nicht so wäre, dann habe man etwas falsch gemacht. Kritisiert wurde im Ausschuss, dass die wellenförmige Front des Gebäudes direkt an den Gehweg der Schaffhauser Straße anstoße. Stadtplaner Adam Rosol sagte, dass dies so gewünscht sei. Es entspreche einem städtischen Baustil.

Wie im Rahmen der Sitzung bekannt wurde, verfüge die Südwestdeutsche Kunststiftung inzwischen über rund 1.300 Kunstwerke und Bilder, die derzeit in Räumen der Sparkasse untergebracht sind. Das Haus solle auch als Begegnungsstätte für Künstler wie Kunstfreunde dienen.


Von: Oliver Fiedler