zurück zur HomepageLeistungsschau Singen 2013
02.08.12

Singen: Welle der Hilfsbereitschaft für Ilayda

Sogar aus den USA gibt es Signale/ 25.000 bei Facebook

Torsten Huber (von links) aus der Nähe von Neuhausen ob Eck rettete mit seinem Knochenmark die kleine Jada, die Enkelin von Jeana Moore aus Seattle (USA). Jeana wandert aus Dankbarkeit derzeit durch Europa, um auf Knochenmarkspenden aufmerksam zu machen – und besuchte auch Singens OB Oliver Ehret. swb-Bild: huber

Torsten Huber (von links) aus der Nähe von Neuhausen ob Eck rettete mit seinem Knochenmark die kleine Jada, die Enkelin von Jeana Moore aus Seattle (USA). Jeana wandert aus Dankbarkeit derzeit durch Europa, um auf Knochenmarkspenden aufmerksam zu machen – und besuchte auch Singens OB Oliver Ehret. swb-Bild: huber

Singen (swb). Das Schicksal der kleinen, an Leukämie erkrankten Ilayda aus Singen hat eine grenzenlose Hilfsbereitschaft ausgelöst. Unterstützung und Hoffnung kam sogar aus den Vereinigten Staaten von Amerika. Nun verdichtet sich die Vorbereitung der Typisierungsaktion am 2. September. Helferinnen und Helfer sind herzlich willkommen.

Die Facebook-Gruppe „Wir für Ilayda und alle anderen im Kampf gegen Leukämie“ wächst jeden Tag um mehrere hundert Mitglieder – und hat die Zahl 25 000 schon lange hinter sich. Täglich kommen neue Berichte hinzu von den großen und kleinen Hilfsaktionen in Singen, im Hegau und mittlerweile in ganz Deutschland. In Singen fahren schon zahlreiche Autos durch die Stadt mit dem Plakat der kleinen Ilayda im Seitenfenster.

Das Autohaus Blitz in Herrenberg sammelt Spenden, die Spedition Hermann Maier in Singen, zahlreiche Schülerinnen und Schüler der Singener Schulen haben kurz vor Ferienbeginn noch Geld gespendet.

In Singen haben Kinder die Fahrräder in der Nachbarschaft geputzt und dafür Spenden für Ilayda erbeten: 126,50 Euro kamen so zusammen. Ilayda wohnt in den Herzen der Menschen und schafft ein ganz neues Gemeinschaftsgefühl in Singen.

Die große Typisierungsaktion am 2. September braucht noch viele Helferinnen und Helfer in Singen. Jeden Mittwoch trifft sich das Organisationsteam um 19 Uhr im DLRG-Heim. Wer sich anschließen will, kann sich bei Cengiz Bozkurt unter 0178/7483779 oder per Mail an cengiz.bozkurt(at)hotmail.de  melden. Denn so eine Großveranstaltung benötigt sehr viel Vorbereitung.

Weiterhin sind Spenden willkommen an das Konto 44 727 42 bei der Sparkasse Singen-Radolfzell, BLZ 692 500 35. Die Spenden werden von der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) verwaltet und ausschließlich für die Typisierungsaktion für Ilayda verwendet.

Voller Hoffnung erwartet Ilayda die Typisierungsaktion. Sie will leben. Und sie hofft auf einen Knochenmarkspender. Erst kürzlich ließen sich im Kreis Rottweil mehr als 1000 Menschen für die kleine Angelina typisieren – und es fand sich ein Spender!

Wie grenzenlos die Menschen sich mittlerweile helfen können, zeigt das Schicksal der kleinen Jada aus Seattle (USA). Sie kam mit Leukämie auf die Welt und war dem Tod geweiht. Ihre Rettung hieß Torsten Huber, er wohnt in Oberschwandorf bei Neuhausen ob Eck – und er war typisiert.

Nach umfangreichen Untersuchungen ließ sich Torsten Huber in einem stationären und nach eigenen Worten völlig schmerzfreien Eingriff Knochenmark aus dem Beckenkamm entnehmen. Per Kurier flog seine Spende nach Amerika. Jada ist jetzt fünf Jahre alt und gilt als völlig geheilt. Ihre Großmutter Jeana wandert derzeit durch Europa und wirbt für freiwillige Typisierungen – kürzlich auch bei Oberbürgermeister Oliver Ehret. Und sie hofft für Ilayda: „Ich bete jeden Tag für die kleine Ilayda.“

Weitere Informationen zur Typisierungsaktion finden sich auf der Internetseite www.singen.de

Von: Oliver Fiedler



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