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16.05.12

Steißlingen: Gemeinderat entscheidet auf Feuerwehr Neubau

Haus Nr. 37 soll dem Gewinner des Architektenwettbewerbs weichen

Steißlingen (le). In seiner Sitzung am Montagabend entschied sich der Steißlinger Gemeinderat beim Neubau des Feuerwehrgerätehauses mit 11 gegen 3 Stimmen bei 1 Enthaltung für den Entwurf des Konstanzer Architektenbüros Lanz und Schwager, der auch den ausgeschriebenen Wettbewerb gewonnen hatte. Diese Entscheidung, die aufgrund ihrer besseren Funktionalität dem einstimmigen Wunsch der Feuerwehr entsprach, bedeutet gleichzeitig, dass das ehemalige alte Wohnhaus Nr. 37 abgerissen werden muss. Die Entscheidung machte sich der Gemeinderat nicht leicht und auch am Montagabend wurde noch einmal heiß um die richtige Wahl gerungen. Dabei zeigte sich, dass die dreiwöchige Verschiebung seit der letzten Sitzung allen gut getan hatte. Die für die Gemeinde so wichtige Entscheidung konnte in aller Ruhe noch einmal überlegt, besprochen und abgewogen werden, ehe man nun doch zu einem recht eindeutigen Ergebnis kam. Außerdem konnte erreicht werden, dass das Architekturbüro Überlegungen zu einer etwas freundlicheren Fassadengestaltung anstellt. Zu erwähnen wäre noch, dass diese Entscheidung vor einer ungewohnt großen Kulisse gefällt wurde, die das Fassungsvermögen des Sitzungsraumes auf eine harte Bewährungsprobe stellte.

Dass es sich in Steißlingen nicht nur gut, sondern auch relativ sicher wohnen lässt, erläuterte der Leiter des Steißlinger Polizeipostens, Polizeihauptkommissar Gerhard Waibel. Er berichtete über die Kriminalitätsentwicklung in seinem Bereich, zu dem neben Steißlingen und Volkertshausen auch die Singener Stadtteile Friedingen, Beuren a. d. Aach, Hausen und Schlatt u. Krähen zählen. Ein Vergleich der letzten fünf Jahre ergab, dass die Zahl der Straftaten, bei denen Diebstähle und Sachbeschädigungen Spitzenreiter sind, annähernd gleich geblieben ist. Dabei liegt die Aufklärungsquote mit 46 bis 50 Prozent leicht unter dem Landesdurchschnitt. Hier bittet die Polizei vermehrt um die Mithilfe der Bevölkerung. Sehr erfreulich ist, dass es im letzten Jahr keinen einzigen Tageswohnungseinbruch gab. Die Zahl der Verkehrsunfälle liegt bei etwa 40 im Jahr. Beklagenswert sei eigentlich nur, meinte Polizeihauptkommissar Waibel, dass die Autofahrer der Region leider ausgesprochene „Gurtmuffel“ seien. Im Interesse der eigenen Sicherheit legte er daher den Autofahrern das Anlegen der Sicherheitsgurte auch bei kurzen, innerörtlichen Fahrten nahe.

Auch mit zwei innerörtlichen Steißlinger Verkehrsproblemen befasste sich der Gemeinderat an diesem Abend. Zum einen war in der Lange Straße auf Höhe des katholischen Kindergartens an eine Überquerungshilfe für die kleinen Kinder gedacht. Diese Hilfe wurde aber von den meisten Eltern als nicht unbedingt notwendig erachtet, da sie ihre Kinder persönlich zum Kindergarten brächten und auch wieder abholten. Wichtiger sei vielmehr eine Überquerungshilfe für die Schulkinder auf Höhe der Schlossgartenmauer. Dieser Vorschlag sei zur Zeit nicht umsetzbar, soll aber weiter im Auge behalten werden.

Als problematisch erweist sich nach wie vor die Parksituation im Ortszentrum , vor allem bei Veranstaltungen mit überörtlichem Interesse. Hier erwiesen sich die Vorschläge, ein Parkleitsystem auszuschildern sowie der Einsatz eindeutig gekennzeichneter Ordner durch den jeweiligen Veranstalter als sinnvoll und praktikabel. Das eizusetzende Ordnungspersonal könnte von der Polizei eingewiesen werden. Die Verwaltung wurde beauftragt, den Vorschlägen nachzugehen und ihre Realisierung zu überprüfen.

Von: Oliver Fiedler



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