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27.07.12
Stockach: Ein Straßenschild mit Gardemaß»Franz-Ziwey-Ring« wurde im »Hardt« eingeweiht![]() Ehrung für Stockachs Ehrenbürger: Nach Franz Ziwey (links) wurde ein Ring im Industriegebiet »Hardt« benannt. Zur Einweihung kamen auch Stockachs Bürgermeister Rainer Stolz, Ehrenringträger Heinrich Wagner und Gabriele Martin, die stellvertretende Bürgermeisterin von Orsingen-Nenzingen.swb-Bild: Weiß Stockach (sw). Ein kleines bisschen Orsingen-Nenzingen ist auch dabei, doch Stockach macht den Löwenanteil aus. So muss es auch sein bei einer Straße, die nach dem Bürgermeister a. D. und Ehrenbürger der Hans-Kuony-Stadt benannt ist: Der »Franz-Ziwey-Ring« wurde im Industriegebiets »Hardt« eingeweiht. Er startet an der Kieswerkstraße und ist bislang 650 Meter lang. Dieser Abschnitt wurde bereits für Kosten in Höhe von 1,5 Millionen Euro erschlossen. Hinzu kommt eine Strecke von 1,2 weiteren Kilometern, die noch erschlossen werden muss. Wann das geschieht, hängt vom Tempo der weiteren Gewerbeansiedelung ab. Enden wird der »Franz-Ziwey-Ring« dann an der Haupterschließungsstraße des Industriegebiets. Der größte Teil der Strecke liegt auf Stockacher Gemarkung, zu Orsingen-Nenzingen gehören etwa zwei Meter.
Für jeden anderen Standort und jede andere Straße hätte er seinen Namen nicht hergegeben, erklärte Franz Ziwey bei der Einweihung. Aber im »Hardt« ist das eine andere Sache. Denn schließlich, so Bürgermeister Rainer Stolz, hat der Geehrte das heute etwa 40 Hektar große Gebiet, auch mit Unterstützung des heutigen Ehrenringträgers Heinrich Wagner, erdacht, entwickelt und umgesetzt. 1884 wurde mit der Erschließung begonnen. Ein Meilenstein in der Entwicklung war, so erinnerte sich Franz Ziwey, die Ansiedlung von der bis dahin in Uhldingen-Mühlhofen beheimateten ETO Magnetic. Am alten Standort gab es keine Entwicklungsmöglichkeiten, bereits im Juli 1986 wurden daher vertrauliche Gespräche mit ETO-Geschäftsführer Gerhard Straub geführt. 1991 war dann der Baubeginn, und Ende 1992 konnte ETO ins »Hardt« ziehen.
Das Industriegebiet boomt nach Darstellung der Verantwortlichen. Mit dem Baumaschinenhersteller Liebherr, »Kiefer Holzbau«, der Baufirma Hildebrand und dem Neubau von Eisen-Pfeiffer konnten vier neue Firmen gewonnen werden. Nur wenige Städte könnten so große Gewerbeflächen anbieten, lobte Franz Ziwey, den die Namensnennung nach eigenen Angaben »verlegen, stolz und froh« mache. Die Realisierung des »Hardt« sei aber nur mit Hilfe des damaligen Geschäftsführers des Kieswerks Heinz Drewing, der Landsiedlung Baden-Württemberg, der Grundstückseigentümer und der Gemeinde Orsingen-Nenzingen möglich gewesen.
Und dieses Mal traf eine Prognose des CDU-Landtagsabgeordneten Wolfgang Reuther nicht ein. Er hatte in der Gemeinderatssitzung, in der der Beschluss zur Namensnennung des »Franz-Ziwey-Rings« gefasst wurde, mit Blick auf die geringe Körpergröße von Franz Ziwey gemeint, das Straßenschild müsse auf einer Höhe von einem Meter angebracht werden. Ist nicht so. Das Straßenschild verfügt über ein für solche Einrichtungen übliches Höhenmaß. Diesen Artikel versenden an:
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