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01.06.12
Tengen: Fromme WünscheLeserbrief zur GemeinschaftsschuleZu Tengens Plänen, mit einer Gemeinschaftsschule den Schulstandort zu sichern, erreicht das WOCHENBLATT folgender Leserbrief: Es ist verständlich, dass Tengen seinen Schulstandort retten will, aber bei den Eltern zu große Erwartungen zu wecken, ist unredlich. Dass die Gemeinschaftsschulen bei den Pisa-Studien, deren Ermittlung übrigens wissenschaftlichen Standards nicht genügt, hervorragende Ergebnisse erzielen, stelle ich in Frage. Schleswig-Holstein ist der Pionier und hat als erstes Bundesland Gemeinschaftsschulen eingeführt. Ab 1.8.2007 gingen die ersten sieben Schulen an den Start, in 2008/09 folgten 49 Starterschulen. 15– jährige Schüler/innen werden zu den Pisa-Tests herangezogen. Wie kann man bei diesen Fakten von hervorragenden Ergebnissen der Gemeinschaftsschulen reden, diese Aussage ist allein von den Zeiträumen her nicht möglich? Dass sich ein Gymnasiallehrer an eine Tengener Gemeinschaftsschule verirrt, ist nur ein frommer Wunsch, außer es handelt sich um einen nicht gut bewerteten Lehrer oder um einen »notorischen Weltverbesserer«! Schleswig-Holstein ist ein Profiteur vom Länderfinanzausgleich, dagegen ist Baden-Württemberg der größte Einzahler. Die wirtschaftliche Prosperität rührt unter anderem vom immer wieder beharrlich fortentwickelten dreigliedrigen Schulsystem (auch durch »Versuch und Irrtum«) in Baden-Württemberg! Viele »intellektuelle Kreise« haben die Haupt-, Werkrealschulen systematisch schlecht geredet. Wer etwas von der Energiewende versteht, der weiß, dass zum Beispiel beim Windkraftanlagenbau viele gut bezahlte und zufriedenstellende Arbeitsplätze für Hauptschüler sich ergeben werden. Einige Gymnasiasten werden weniger verdienen (Generation Praktikum!), das muss aber aus ideologischen Gründen geheim bleiben. Wenn der Tengener Schulrektor wirklich der Meinung ist, dass auch großes Interesse aus den Umlandgemeinden an einer Gemeinschaftsschule in Tengen besteht, wäre es ratsam, er würde zusammen mit dem Bürgermeister eine mehrtägige Exkursion nach Schönberg (bei Kiel) organisieren und alle Gemeinderäte, Befürworter und so weiter dazu einladen (natürlich jeweils auf eigene Rechnung), um sich dort an einer Gemeinschaftsschule mit sehr großem »Erfahrungspotential« aus erster Hand zu informieren (z.B. auch Umgang mit ADHS). Die Einrichtungs- und Folgekosten sind nicht unerheblich, Schönberg lebt auch vom Ostsee-Tourismus, hat knapp 7000 Einwohner und ist finanziell potent! Bei den Finanzen sieht es bekanntlich in Tengen nicht so rosig aus! Karl Ganzmann, Engen Diesen Artikel versenden an:
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