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13.04.12

Thayngen: Viele Geschenke für Bernhard Müller

Gemeinderat und Einwohnerrat verabschieden ihren Präsidenten

Er wird auch nach seinem Abschied ein echter "Thäynger" bleiben: Der Einwohnerrat würdigte die Person des scheidenden Gemeindepräsidenten am Donnerstag ausgiebig. swb-Bild: of

Er wird auch nach seinem Abschied ein echter "Thäynger" bleiben: Der Einwohnerrat würdigte die Person des scheidenden Gemeindepräsidenten am Donnerstag ausgiebig. swb-Bild: of

Thayngen (of). Am Donnerstag war es die letzten Sitzung für Gemeindepräsident Bernhard Müller denn zum 1. Mai wird sein Nachfolger Philippe Brühlmann die Amtsgeschäfte aufnehmen. Nach den Geschäften der Sitzung gab es freilich die große Bescherung für den Gemeindepräsident, der in fast 12 Jahren viele Dinge „aufgegleist“ hat, was einer seiner Lieblingsausdrücke war. Denn Themen gab es viele in diesen 12 Jahren, von der ewigen Ankündigung der S16 bis zu den oft schweren Landgeschäften, bei denen es einige Niederlagen bei Volksabstimmungen, vom Umbau des Bahnhof bis zur Ansiedlung einiger wichtigen Unternehmen ist die Bilanz doch beachtlich.

Tiefbaurerefent Alex Muhl schenkte im ein altes Bahn-Schlusslicht aus den 30er Jahren und eine Mütze für den Bahnhofvorstand, denn um den Umbau wie die neuen Takt musste lang gekämpft werden. Finanzreferentin Theres Sorg hatte ein Fernglas parat, damit die Heimat näher rückt und auch der Badestrand auf der Reichenau vom Arenenberg besser besichtigt werden können. Sie hatte zusammengerechnet: 505 Gemeinderatsitzungen und 90 Einwohnerratsitzungen waren das in 12 Jahren gewesen. Und zusammengerechnet viele Wochen »Dorfentwicklung«in den Sitzungen. Heidi Fuchs erinnerte an die „Thayngerli“, die ihr Bernhard Müller gerne als Seelentröster gab, Marcel Fringer hatte allerhand Düfte aus der Gemeinde gesammelt, mit denen sich Müller am Arenenberg „wie Zuhause“ fühlen kann, Ratsschreiber Niklaus Bättig schenkte Müller eine große Papierrolle, denn auf den Flipcharts hatte Müller gerne seine Denkmodelle in einem Netzwerk rund um „Beni Müller“ aufgezeichnet und dafür immer ganz viel Papier gebraucht. Das Wortspiel um den „Status Quo“ wurde zum Roten Faden: denn Müller bekam vom Gemeinderat im gesamten wegen der doppeltdeutigkeit des Begriffs einen Ausflug zum Open-Air mit der britischen Oldie-Band „Status Quo“ geschenkt.

Auch die Gratulanten aus dem Einwohnerrat hatten sich angestrengt. Präsident Daniel Wanner (FDP) hatte Blumen für die Gattin Müllers parat und einen Gutschein für das Gemeindehaus. Er verlas zudem die Antrittsrede Müllers vom Januar 2001 und befand, dass er viele Ziele umgesetzt hatte. Sein Nachfolger Philippe Brühlmann (SVP) hatte ein „Survival Paket“ zusammengestellt, mit den ganzen Spezialitäten aus der Gemeinde. Katja Stauber (SP) kam um den Wein nicht herum. Denn „Müller-Thurgau“ treffe dem Nagel auf den Kopf. Schließlich wird Bernhard Müller, der selbst in Thayngen Kurse für Hobbywinzer gab, nun Weinbaulehrer im Thurgau auf dem Arenenberg. Werner Hakios hatte viele Verse geschmiedet und ein Schild vom Bahnhof Zürich aufgetrieben. Denn dort kommt Thayngen als Endstation der S16 ganz groß raus. Maria Härvelid hatte für die ÖBS sogar ein Beni Müller-Müsli kreiert, denn Müller geht ohne Müsli nie aus dem Haus.

Bernhard Müller selbst konnte unter eine lange Liste von „Hausaufgaben“ Haken machen lassen. Und er machte auch deutlich: Er freut sich auf seine neue Aufgabe.

Von: Oliver Fiedler



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