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30.07.12
Wangen: Ufer mit neuem GesichtAnlagen in Wangen werden umgestaltetÖhningen (pud). Das Ufer im Bereich des Strandbads und des Campingplatzes in Wangen kann naturnah umgestaltet werden. Der Gemeinderat sprach sich in seiner jüngsten Sitzung mit acht Ja- und sechs Neinstimmen für diese 400.000 Euro teure Maßnahme aus, die von der EU und dem Land Baden-Württemberg finanziert wird. Der Ortschaftsrat in Wangen hatte einen Tag zuvor bei Stimmenpatt die Renaturierung abgelehnt. Bürgermeister Andreas Schmid sagte, dass er in dieser heftig diskutierten Angelegenheit ein einstimmiges Votum erhofft hätte.
Vor dem Beschluss hatten die Räte Bruno Bohner und Wolfgang Menzer die Maßnahme kritisiert. Sie sei nicht ausgereift und man würde das Ufer zuwachsen lassen. Kurts Fürst dagegen argumentierte, dass Kleinkinder dann gefahrloser in das Wasser kämen. Laut Thomas von Gottberg hätten auch Behinderte über den neuen Steg bei jedem Wasserstand einen bequemen Einstieg. An der Sitzung nahmen auch Marlene Reichegger vom Regierungspräsidium Freiburg sowie Dr. Martin Wessels vom Institut für Seenforschung Langenargen teil. Reichegger beispielsweise sicherte diverse Pflegemaßnahmen und erforderliche Nachbesserungen über die fünfjährige Gewährungsfrist hinaus zu. Sie betonte zudem, dass im Strandbadbereich gemäht werden muss, um das Baden zu erlauben.
Zu dem noch zu bauenden DLRG- und Badesteg sagte sie, dass er zu wesentlichen Teilen auch von der EU finanziert werde. Die Restsumme müsse die Gemeinde übernehmen. Deutlich lehnte sie die von einem Bürger vehement geforderte Erhaltung der Betonmauer und das Aufschütten vor der Mauer mit Materialien aus dem See ab, weil es ein „Eingriff in den Seeboden“ sei. Laut Dr. Wessels käme dies einem „Kiesabbau im See“ gleich. Dies sei aber nicht zulässig, weil sich unter anderem die Strömungsverhältnisse im See ändern könnten und sie eventuell zur Versandung des Unterwasser-Weltkulturerbes führen würden. Von: Simone WeißDiesen Artikel versenden an:
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