01.09.10
Das war giftig!

Ja das war es! Und dazu noch knapp! Die Stadt Singen stand eine Woche lang vor einem tiefen Müll-Abgrund. Doch dann kam die Wende am Montagabend: Durch sein ureigenes Planungsrecht macht Singen wie Mönchweiler und Trossingen den international operierenden gewieften Entsorgern von Giftmüll einen Strich durch die Rechnung. Oberbürgermeister Oliver Ehret bekommt dafür Beifall von allen Seiten. Singen muss wahrlich nicht jede Dreckschleuder nehmen, auch wenn sie absolut stubenrein daherzukommen scheint.
Das ist eine wichtige emotionale Entscheidung für alle, denn so kann Singen wieder schnell zusammenfinden und weitermachen. Aber wie?
Ehret sagte gestern im Bauausschuss, er habe in den letzten Tagen viel gelernt. Er weiß und gibt auch zu, dass seine Verwaltung sensibler im Vorfeld mit Bauanfragen umgehen muss. Er hat sich im aktuellen Fall in den letzten Tagen erfolgreich ins Zeug gelegt. Er hat aber sicher auch erkannt, dass Singen Defizite im Planungsrecht aus der Vergangenheit aufarbeiten muss. Da muss er mit seiner Administration nacharbeiten, sonst steht ihm der nächste Ärger ins Haus.
Im Süden speziell muss nämlich frisch sortiert werden. Da muss man wissen, wo künftig Fachmärkte angesiedelt werden sollen. Da muss man auch wissen, was zum Beispiel aus einer Industriestraße und einem dünnen Besatz künftig werden soll. Das sind Themen für die Zukunft, auf die das schier »vergessene Grundstück« am Umschlagbahnhof jetzt hinweist. Der Giftstachel sitzt im Fleisch!
Von: Hans Paul Lichtwald
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