Aktion des Jahres 2014

Wie aus einer Vision bei einem Konzert ein Mosaik wird 

Erich Georg Gagesch, der Mann das Jahres beim WOCHENBLATT zu seinem Projekt für St. Elisabeth

Erich Georg Gagesch ist ein ziemlich umtriebiger Mensch. Er ist Autor zahlreicher Kinderbücher, die er in vielen Lesungen seinem jungen Publikum vorstellt. Er ist auch Komponist und Chordirigent . Und er ist auch ein begabter bildender Künstler, der zuletzt für das Jubiläum „50 Jahre Kirche St. Elisabeth“ unter der Mithilfe zahlreicher Gemeindemitglieder ein großformatiges Mosaik der heiligen Elisabeth von Thüringen geschaffen hat. Für diesen selbstlosen Einsatz wird er vom WOCHENBLATT mit dem Titel „Mann des Jahres“ versehen und bei seinen weiteren Aktionen auch durch unsere Zeitung begleitet.

Frage: Herr Gagesch. Sie haben für die Kirche St. Eslisabeth ein großes Mosaik geschaffen, das die heilige Elisabeth von Thüringen mit ihrem ganzen Wirken darstellen, vor allem ihrem selbstlosen Einsatz für die armen Menschen in ihrem sehr bewegten aber kurzen Leben. Wie sind sie auf die Idee dazu gekommen.
Erich Georg Gagesch: Ich saß in einem Konzert des Thomanerchors in Leipzig, als ich auf den Gedanken kam. Dort war auf einem kleinen Blatt Papier auch eine erste Skizze entstanden, die dann weiter ausgearbeitet wurde.

Frage: Es war sicher eine Mammutaufgabe, diese Vision in die Tat umzusetzen.
Erich Georg Gagesch: Es waren dafür viele Helfer nötig, denn so ein Mosaik setzt sich ja aus vielen tausenden Steinen zusammen- aber das ist ein Sinnbild für die Gemeinde. Viele Steinchen ergeben ein Ganzes.  Um mich über die alte Technik zu informieren, bin auch auch zu den alten Mosaiken des Byzanz nach Istanbul gereist. Hier in Singen ist uns das Unternehmen FX Ruch zu Hilfe gekommen, das uns Fliesen in den unterschiedlichsten Farben zur Verfügung stellte. Die Helfer haben an den vielen Legeterminen auch eine richtige Leidenschaft für das Projekt entwickelt. Und es ist richtig gut geworden.

Frage: Mit dem Thema der heiligen Elisabeth von Thüringen, der für ihr Kurzes Leben auch manches Wunder zugeschrieben wird, haben sie eigentlich auch ein Zeichen für die Hilfe an den Armen gesetzt. Es war ja im Jubiläumsgottesdienst ein wirklich schönes Symbol, dass am Altar Körbe aufgestellt wurden, in die die Gemeindemitglieder Gaben legten, die dann an arme und alte Menschen weiter verteilt wurden.
Erich Georg Gagesch: Diese Spenden gibt es schon länger bei unserem Patrozinium. Früher wurde dafür eine Andacht durchgeführt, doch da gab es wenig Echo. Jetzt im Gottesdienst hat es eine gute Wirkung. Die heilige Elisabeth, die sich selbstlos für die Armen und Kranken einsetzt, war eigentlich auch immer aktuell. Allerdings gibt es zur Gegenwart einen Unterschied. Früher konnten es sich die Menschen nicht leisten, mit den anderen zu teilen weil die sie selbst nicht viel hatten. Heute haben die Menschen keine Zeit mehr, sich damit zu befassen.

Frage: Wie ist das Echo auf dieses Mosaik.
Erich Georg Gagesch: Es ist beeindruckend. Jetzt noch besuchen immer wieder Menschen aus der Region unseren Gottesdienst, um das Mosaik zu bewundern. Das ist auch ein kleines Wunder. (of)