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Mittelstandspreis für soziale Verantwortung in Baden-Württemberg

 

Der „Mittelstandspreis für soziale Verantwortung in Baden-Württemberg“ – Leistung, Engagement, Anerkennung – würdigt das freiwillige, über die eigentliche Geschäftstätigkeit hinausgehende Engagement (CSR-Aktivitäten) kleiner und mittelständischer Unternehmen.

Der Preis richtet sich an Unternehmen, die auf unterschiedlichste Weise soziale Verantwortung übernehmen. Um zur Lösung gesellschaftlicher Probleme beizutragen bringen Unternehmen je nach Projekt nicht nur materielle Gegenwerten (Corporate Giving) wie Spenden, Zustiftungen, Sponsoringaktivitäten ein, sondern auch andersweitige Ressourcen wie Mitarbeiterengagement (Corporate Volunteering) oder fachliches Know-How. Das gesellschaftliche Engagement sollte nachhaltig angelegt sein, zum Unternehmen passen und mit einem externem Partner durchgeführt werden.

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Wochenblatt präsentiert mit Wirtschaftsministerium Lea-Mittelstandspreis am 11. Okt. im Hegau-Tower

Soziales Engagement lohnt sich für Unternehmen

Singen (of). Sind die Zeiten schon vorbei, da die Maximierung von Gewinnen für die Aktionäre höchstes Unternehmensziel wurden und alles unternehmerische Handeln dem Profit unterworfen ist? Das war nur eine der Fragen, die im Rahmen einer Informationsveranstaltung des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit dem Wochenblatt im Hegau-Tower im Kreise zahlreicher Unternehmer aber auch sozial engagierter Menschen stattfand. Dass schon lange an einem neuen Modell gearbeitet wird, bei dem in Zukunft Unternehmen sogar zum sozialen Engagement verpflichtet werden sollen, wurde an diesem Abend, der von Isabel Jordi, der Assistentin der Verlagsleitung des WOCHENBLATT organisiert wurde, sehr klar herausgestellt. Denn an diesem Abend ging es um den »LEA-Mittelstandspreis«, den das Wirtschaftsministerium zusammen mit der Caritas Baden-Württemberg entwickelt hat und für den der unter Mitwirkung des WOCHENBLATT ins Leben gerufene Verein »Menschen helfen« in diesem Sommer nominiert worden war. Diese Nominierung war auch Auslöser für diese Veranstaltung, mit der dieser Preis, der soziales Engagement würdigt, gerade hier in der Region noch stärker bekannt gemacht werden sollte.

Regierungsdirektor Günther Schmid vom Wirtschaftsministerium leitete nach einem fundierten Grußwort von OB Oliver Ehret in die Veranstaltung ein und machte deutlich, dass man wieder zurück kommen müsse in eine Gesellschaft, für die sich auch die Unternehmen in sozialen Belangen engagieren. Dazu gibt es aus der Vergangenheit viele Beispiele, aber auch aus der Gegenwart. »Markt und Moral sind kein Gegensatz«, machte Schmid den Gästen klar und an diesem Abend sollte es noch viele Ideen geben, wie ein soziales Engagement ein Unternehmen beflügeln kann.

Aus der Region konnten einige Beispiele vorgestellt werden. Das Projekt »Come together – dance together« von der Caritas und der Diskothek Top10 zum Beispiel, der durch Vera Speicher und Harry Ohlig vorgestellt wurde und denen die Begeisterung anzumerken war, wenn Menschen mit Behinderung die Disco stürmen dürfen und sogar an der Theke mitarbeiten. Oder das Projekt »Ich bin Stark« des Round Table Singen, bei dem auch dem Präsident Olav Kromrey seine Begeisterung anzumerken war, unermüdlich Geld zu organisieren um damit Gewaltprävention für alle Viertklässler in Singen anbieten zu können. Dieses Projekt ist zum Beispiel auf der Suche nach einem festen Partner in der Wirtschaft. Oder eben der Verein »Menschen helfen«, der von Karl Bosch vorgestellt wurde und auch dem die Befriedigung anzumerken war, wie gut es tun kann, wenn man Menschen hilft, die sonst durch alle sozialen Netze fallen. Das Restaurant »Heilbar« beim Singener Ärztehaus, das von Michael Wieland und Martina Weißenborn präsentiert wurde, zeigte auf, wie Schüler der Haldenwangschule mit all ihren Eigenheiten eine Gastronomie mitbetreiben können. Und es funktioniert.

Noch deutlicher wurde das Thema auf dem Podium angeschnitten, bei dem der ehemalige Chefredakteur des WOCHENBLATT, Unternehmer Bernhard Bihler, WOCHENBLATT-Verlagsleiter Anatol Hennig, Wolfgang Heintschel von der Caritas Singen, Arzt Olav Kromrey und Günter Schmid manch beeindruckende Antwort fanden. Die Rückkehr zum bürgerschaftlichen Engagement ist dabei nicht Folge einer mutlos versagenden Politik, wie Lichtwald etwas provozierend in dem Raum warf, die ist Rückkehr zu Werten, auf denen eine Gesellschaft stehen muss um im Gesamten erfolgreich zu sein, wie die Beiträge auf dem Podium deutlich machten. »Der sozial denkende Betrieb ist einfach erfolgreicher«, so Bernhard Bihler, der auch mehrfach zum Ausdruck brachte, wie befriedigend es für das ganze Unternehmen ist, wenn man auch den schwächeren eine Chance gibt, weil sich auch die Identifikation mit dem Unternehmend dadurch stark erhöht. Das WOCHENBLATT kann durch sein Engagement auch das Medium sein um solche Engagements flächendeckend zu transportieren um damit soziales Engagement stärker in die Öffentlichkeit zu rücken, so Anatol Hennig. Viele Beispiele, wie Unternehmen von behinderten Mitarbeitern profitieren, wusste Wolfgang Heintschel zu nennen.

Bildergalerie zur Veranstaltung am 11. Oktober

Sie engagieren sich sozial in der Region

 

Der Verein »Menschen helfen«, der sich um Menschen in Not im Wochenblattland kümmert, denen sonst keine Behörde und keine Hilfsorganisation hilft, Menschen, die durch das Netz der sozialen Sicherung fallen, wurde im neuen Schloss vor rund 400 Gästen präsentiert. Insgesamt 215 Unternehmen und Projekte hatten sich für diesen Preis beworben, nur 15 wurden nominiert, wie Wirtschafts- und Finanzminister Nils Schmid im Rahmen des Festaktes in Stuttgart deutlich machte. Letztlich wurden drei Projekte im Land mit dem LEA-Mittelstandspreis ausgezeichnet. Doch auch schon die Nominierung stellt eine Würdigung dar, wie im Rahmen des Festaktes deutlich gemacht wurde. »Unternehmerisches Handeln und gesellschaftliches Engagement gehen Hand in Hand«, so Nils Schmid. »Es braucht heute Frauen und Männer, die mehr mit Taten als mit Worten zeigen, was gut ist«, hob Erzbischof Uhl hervor, der an der Preisverleihung teilnahm.

Das Singener Wochenblatt mit »Menschen helfen e.V.« war nicht das einzige Projekt aus dem Kreis Konstanz, das in den Kreis der 15 Nominierungen vorgestoßen sei. Denn auch das Projekt »Come together« von der Caritas in Singen mit der Diskothek »Top10«, bei dem in der Disco Menschen mit und ohne Behinderung zusammen feiern, war nach Stuttgart eingeladen worden und wurde ebenfalls vorgestellt.

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