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 1949: Wiederaufbau: Werner Messmer
gründet einen Betrieb, der später über 1000 Menschen
Arbeit bieten wird
 1950: Der Krieg hatte sie auf die Höri
gebracht, jetzt profitierte die ganze Kunstrgion. Von Otto Dix
und seinen Kollegen
 1954: Tor, Tor, Tor! Die Deutschen
gewinnen die Fußball-WM und kommen
durch Singen
 1960: Die Beatles und die
Nachkriegsgeneration
Winfried Pfeffer erzählt
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Abgeordnete
meist "schwarz"
Der berühmteste Farbtupfer war
Professor Ralph Dahrendorf, der von 1969 bis 1972 für die FDP im Bundestag
saß. Das war die Sensation dieses Wechseljahres:
CDU-Bundestagsabgeordneter Hermann Biechele (1961 bis 1980) hatte plötzlich
zwei Kollegen aus dem Kreis, denn der Konstanzer Staatsanwalt Fritz-Joachim Gnädinger
schaffte es ebenso über die Landesliste. Ein intellektueller Politik-Streit
begann.

Gnädinger
schied 1976 aus, kam aber noch einmal 1980 wieder. Seit 1984 hofft die SPD auf
ein Mandat im Kreis. Die CDU hatte in der ganzen Zeit nur drei
Bundestagsabgeordnete. Josef Schüttler aus Singen war der Mann der ersten
Stunde. 1960 wurde er Arbeitsminister in Stuttgart. Biechele (Gaienhofen)
folgte. In einer dramatischen Mitgliederabstimmung löste ihn 1980
Hans-Peter Repnik (Markelfingen) ab.
Er war von 1989 bis 1994
Parlamentarischer Staatssekretär im Entwicklungshilfe-Ministerium, anschließend
stellvertretender Vorsitzender der Bundestagsfraktion und heute deren
Fraktionsgeschäftsführer an Dr. Wolfgang Schäubles Seite. Repniks
Schwiegervater war von 1960 bis 1976 Landtagsabgeordneter im Wahlkreis
Konstanz-Radolfzell: Hermann Viellieber. Er folgte auf den Konstanzer Bürgermeister
Hermann Schneider. Nachfolger beider ist bis heute Klaus von Trotha, der
Wissenschaftsminister. Repniks Bruder Friedhelm ist Sozialminister des Landes.
In Singen herrschte der Löwe des Hegaus, Theopont Diez bis 1972. Als Oberbürgermeister
und Landtagsabgeordneter war er gerade auf dem Land eine Respektsperson. Dr.
Robert Maus (Gottmadingen) wurde sein Nachfolger. 24 Jahre war er Repräsentant
der Landschaft, jetzt ist dies seit 1996 Veronika Netzhammer aus Singen. Sie
hat ein Grünes Pendant aus Konstanz. Dr. Günther Schäfer ist der
erste seiner Partei, der hier den Sprung 1996 geschafft hat.
Die FDP
muss weiter zurückgreifen. Paul Weber aus Bodman war ihr Vertreter im
Badischen Landtag. Und mit Staatssekretär Dr. Frank aus Hilzingen war sie
auch in Bonn sozialliberal vertreten. Aber auch der Wahlkreis Stockach hatte
sich prominent positioniert gehabt. Von 1965 bis 1984 war Dr. Hans-Jörg Häfele
(Ludwigshafen) ihr Bundestagsabgeordneter, bevor der durch die Wahlkreisreform
nach Villingen wechselte. Er war Staatssekretär unter Stoltenberg im
Finanzministerium und galt als bester Kontaktmann zu Franz-Josef Strauss.
Hans Paul Lichtwald
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Nur fünf Farbtupfer gibt es in der
Nachkriegsgeschichte bei den Abgeordneten des Kreises: der Rest war "schwarz",
manche sagen kohlrabenschwarz! Die CDU war nach 1945 die führende
politische Kraft in der Region. Sie hat eine klare Organisationsstruktur und
profitierte natürlich immer wieder vom direkten Zugang zur Macht.

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