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 1950: Der Krieg hatte sie auf die Höri
gebracht, jetzt profitierte die ganze Kunstrgion. Von Otto Dix
und seinen Kollegen
 1954: Tor, Tor, Tor! Die Deutschen
gewinnen die Fußball-WM und kommen
durch Singen
 1960: Die Beatles und die
Nachkriegsgeneration
Winfried Pfeffer erzählt
 1966: Der Grundstein für die
Universität Konstanz
wird gelegt
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Die
Genossenschaft schaffte Wohnraum
Sräga nutzte die Gunst der Stunde.
Er nahm Kontakt zu den Großbetrieben auf. Der Lebensmittelhändler mit
der Bierniederlassung wurde zum Häuserplaner. Die erste Richtkrone stand am
Schnaidholz schon 1950. Bis zur Genossenschaftsgründung dauerte es noch bis
zum 14. Dezember 1952 im Singener "Scheffelhof", damals gegenüber
dem Bahnhof. Sräga wurde Vorsitzender, eine Erfolgsgeschichte begann. Auch
1950 stand der erste Richtbaum bei der "Neuen Heimat" in Radolfzell,
der heutigen Familienheim.
Das war die katholische Hilfsabteilung. Das
Diakonische Werk baute einmal in Singen in der Spazzostraße. Dann erlosch
dort das Engagement. Andere leisteten das Notwendige. Die "Hegau" fand
in Stockach einen ähnlichen Partner. Dort hatte der Vertriebene Paul Ruhnke
auch einen solchen Weg beschritten. Zusammen wurden sie stark. Bald dehnte sich
diese Baugenossenschaft auf den ganzen Kreis aus. Selbst nach Konstanz wagte
sich die Singener Baugenossenschaft, denn da stand eine Menge Selbstbewußtsein
dahinter. In Gottmadingen und Engen entstanden eigene Baugenossenschaften. Später
suchten sie oft den Weg in Kooperationen. Das Modell vorgemacht hatte in Singen
1910 der "Bauverein". Anders nannte man in Singen in den 50er Jahren
die "Gemeinnützige Baugenossenschaft Oberzellerhau" nicht.
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Eisenbahner hatten die Genossenschaft gegründet. Bis zum Ersten Weltkrieg
standen die ersten 28 Wohnungen. 1911 erfolgte die Baugenossenschaft
Gartenstadt, die erst Werkswohnungen bauen wollte. Erste Verhandlungen über
die Zusammenarbeit gab es 1913. Der Zusammenschluß kam aber endgültig
erst 1940 zustande, was das Datum der Genossenschaft ist. Die Singener Chronik
ist da zu korrigieren. 550 Wohnungen gehörten dann um Bestand, auf dem nach
dem Zweiten Weltkrieg aufgebaut wurde. Eng verbunden ist der Aufschwung mit Karl
Schneider, der hier Pionierarbeit geleistet hat. Die Idee der Genossenschaft
konnte sich in Singen lange nicht durchsetzen. Die Großbetriebe bauten
eigene Werkswohnungen, um Mitarbeiter anlocken zu können. Die Stadt Singen
sorgte sich um die Versorgung der Sozialschwachen selbst. Erst 1971 konnten hier
die letzten Baracken in der Etzwielerstraße abgerissen und verbrannt
werden. Dafür entstand ein neuer, schmucker Stadtteil wie im Bruderhof.
Singen hatte nachgerüstet. Der Stolz der Genossenschaftsmitglieder blieb:
Sie hatten keine Miet- sondern Nutzungsverträge. Ein Stück Eigentum.
Hans Paul Lichtwald
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Nach dem Zweiten Weltkrieg war es am drängendsten:
Wohnraum war überlebenswichtig. Die Heimatvertriebenen brauchten eine neue
Wohnung. Das war schwierig in der französischen Zone, denn die Franzosen
waren bei der Konferenz von Yalta gegen die Vertreibung der Deutschen aus dem
Osten. Jetzt sollten auch die anderen die Vertriebenen nehmen! Doch so einfach
ging es auch in Südbaden nicht: Die Vertriebenen waren einfach da! 1948
stellten sich die Franzosen dem Problem: Sie beriefen Emil Sräga, den Mann
aus Prag, zum Wohnungsbaureferenten.

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