Fragen zum Bevölkerungssschutz beim Betriebsbesuch

FDP Meder
Für das Foto die Maske kurz abgenommen haben von links nach rechts Thomas Derschka, Dr. Ann-Veruschka Jurisch, Benjamin Strasser, Kirsten Brößke und Tobias Meder. swb-Bild: FDP

Kandidatin Dr. Ann-Veruschka Jurisch beim Unternehmen Meder CommTech

Singen. Die FDP-Politiker Benjamin Strasser, Obmann im Innenausschuss des Deutschen Bundestages und die Bundestagskandidatin der Freien Demokraten im Wahlkreis Konstanz Dr. Ann-Veruschka Jurisch besuchten in Begleitung von Stadt- und Kreisrätin Kirsten Brößke und der FDP-Kreisvorsitzenden Birgit Homburger die Firma Meder CommTech in Singen. 

Geschäftsführer Tobias Meder erläuterte den Politikern die drei Geschäftsbereiche, die sich in der Corona-Krise sehr unterschiedlich entwickelt haben. So produziert die Firma hochwertige „Personenführungsanlagen“, wie sie beispielsweise in Museen, im Tourismus, bei Stadt- und Firmenführungen eingesetzt werden. 85-90 Prozent des Umsatzes sind in diesem Bereich in der Pandemie weggebrochen. „Auch aufgrund ständig wechselnder politischer Vorgaben und dadurch verursachter Verunsicherung erholt sich der Bereich nur schleppend,“ berichtete Tobias Meder. Als weiteren Bereich stellte Stefanie Luzio das Rescue Radar vor, mit dem auch unter tiefem Schutt Atmung und Herzschlag gemessen und so noch lebende verschüttete Personen sicher geortet werden können, ohne dass Rettungskräfte sich unnötig in Gefahr bringen. Zusätzlich produziert das Unternehmen leistungsstarke Funksysteme. 

"Gerade unsere Technologien für den Bevölkerungsschutz haben uns durch die Krise getragen", berichtete Thomas Derschka vom Team für Funk-, Video- und Intercomsysteme. Die Funksysteme kommen vor allem bei Rettungsorganisationen wie Feuerwehr, DRK und THW zum Einsatz. Über die Vielzahl bürokratischer Hürden und den unerträglichen Dschungel von Zuständigkeiten, die das Rettungswesen verkomplizieren und dringend nötige Hilfe für Personen in Not verzögern, entspann sich eine intensive Diskussion. 

FDP-Innenpolitiker Benjamin Strasser berichtete von Debatten im Innenausschuss und dem Antrag „Vorsorgestruktur ausbauen – Ehrenamt in Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe stärken“ der FDP-Bundestagsfraktion, den er auf den Weg gebracht hatte. Ziel der FDP sei es „die Strukturen des Bevölkerungsschutzes in Deutschland wie auch die technische Ausstattung der Hilfsorganisationen nachhaltig zu verbessern,“ erklärte Benjamin Strasser. 

Die Bundestagskandidatin Dr. Ann-Veruschka Jurisch erklärte: „Wir wollen eine Schneise in den Dschungel aus Bürokratie und Zuständigkeiten schlagen, um die Hilfe im Katastrophenfall schneller zu machen. Die Digitalisierung muss auch im Bereich der Rettungskräfte schneller vorangebracht werden. Es ist eine Zumutung, dass die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer ihre Energie oft mit altertümlicher Zettelwirtschaft und ineffizienten Strukturen vergeuden müssen,“ erklärte Ann-Veruschka Jurisch. Auch der Neubau der Atemschutzübungsstrecke und des Rettungszentrums im Kreis Konstanz sowie deren Ausstattung waren Thema. Kreisrätin Kirsten Brößke erläuterte dazu den aktuellen Sachstand. Gerade kürzlich hatte die Firma Meder CommTech aus Singen den Auftrag des Landkreises erhalten zur Errichtung der digitalen Alarmierung im Kreis Konstanz. Sie leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit im Kreis Konstanz.

Wochenblatt @: Oliver Fiedler