"Wir wollen wieder eine Mitmachpartei werden"

Symbolbild Wahlen
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CDU-Kreisverband analysiert das "desatröse Wahlvergebnis" und fordert neue Wege

Kreis Konstanz.  Der CDU-Kreisverband Konstanz hat das desaströse Bundestagswahlergebnis vom 26.September sowohl in einer Kreisvorstandsitzung am 21. Oktober in Präsenz als auch in einer digitalen Mitgliederinformationsveranstaltung in Anwesenheit von Landesvorsitzenden Thomas Strobl und dem Bundestagsabgeordneten und Vorsitzenden der Landesgruppe Baden-Württemberg, Andreas Jung, am 27 Oktober kritisch analysiert.  

In beiden Veranstaltungen wurde mit großer Ernsthaftigkeit diskutiert und die Fehler identifiziert, die nach Auffassung des Kreisverbands Konstanz zu dem schlechten Wahlergebnis führten, so Willi Streit in seiner Mitteilung an die Medien.

Für das historisch schlechteste Wahlergebnis der CDU werden insbesondere die umstrittene Kanzlerkandidatenwahl ohne Mitgliederbeteiligung, mangelnde Kampagnefähigkeit, Strategielosigkeit im Konrad-Adenauer-Haus, die verspätete Vorstellung des Zukunftsteams mit Andreas Jung sowie das ebenfalls nur wenige Tage vor der Wahl vorgestellte Sofortprogramm, die fehlende Geschlossenheit, das Fehlen eines neuen Grundsatzprogramms, welches bereits schon 2018 vom CDU-Kreisverband Konstanz gefordert wurde,  die ständigen Sticheleien der Schwesterpartei mit dessen Vorsitzenden, die dürftige und späte Unterstützung von Armin Laschet durch die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, verantwortlich gemacht.

„Für die offene, ehrliche und stets sachliche Aussprache und Analyse der Mitglieder bin ich sehr dankbar. Mir ist es nun möglich bei der bundesweiten Kreisvorsitzendenkonferenz am 30. Oktober in Berlin, an welcher vermutlich 326 Kreisvorsitzende teilnehmen, die Punkte anzusprechen, die wir im Kreisverband Konstanz für das schlechte Wahlergebnis herausgearbeitet haben. Natürlich werde ich versuchen bei der Kreisvorsitzendenkonferenz auch Vorschläge zu unterbreiten, die nach unserem Dafürhalten notwendig sind, um wieder aus der Stimmentalsohle herauszukommen. Wir wollen wieder eine Mitmachpartei werden, in welcher sich alle Personen- und Altersgruppen wohl und aufgehoben fühlen“, so der Kreisvorsitzende Willi Streit.   

Wochenblatt @: Oliver Fiedler