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Der Hegauer FV macht sein Dutzend voll

Pokalsieg HFV
Zum 12. Mal konnten die Damen des Hegauer FV den Gewinn des Südbadischen Pojkals feiern. swb-Bild: hfv

Abschied beim Pokaljubel von Erfolgstrainer Gino Radice

Engen/ Donaueschingen. Das Frauen Regionalliga-Team des Hegauer FV hat am Pfingstmontag in Wolterdingen zum zwölften Mal den Südbadischen Vereinspokal der Frauen gewonnen und seinem Trainer Gino Radice, der nach 14 Jahren aufhört, einen gebührenden Abschied bereitet.

Es war eine erfolgreiche Saison für den Hegauer FV. Nach dem Klassenerhalt in der Frauen Regionalliga-Süd haben die Hegauerinnen das zweite Ziel „Titelverteidigung des SBFV-Pokals“ erfolgreich umgesetzt. Es war der 12. Erfolg in diesem Wettbewerb, damit hat die HFV-Elf die Serie weiter ausgebaut. Die damit verbundene Qualifikation für den DFB-Pokal in der neuen Saison gibt es obendrauf dazu.

Gegen einen sehr engagiert und beherzt spielenden ESV Freiburg war der Hegauer FV als höherklassiges Team und Titelverteidiger klarer Favorit und wurde dieser Rolle auch gerecht. Bereits in der 3. Minute schlenzte Jana Kaiser den Ball an die Querlatte des ESV-Tors.

Der Hegauer FV hatte mehr vom Spiel, es fehlte aber zunächst am genauen Zuspiel in die Spitze und in die gefährliche Zone. Die drei Wochen Leerlauf ohne Spiel merkte man bei einigen Situationen der HFV-Elf an. Nach Zuspiel von Jana Kaiser klärte ESV-Torhüterin Natalie Schier vor der einschussbereiten Berenice Becker (16.). Kurz darauf klärte Schier mit einem starken Reflex eine Direktabnahme von Berenice Becker über die Querlatte (19.). Nach Flanke von Jana Kaiser köpfte Tabea Griß knapp neben den Pfosten (21.). Die Führung für den Hegauer FV lag nach guten Chancen nun deutlich in der Luft und sollte kurz darauf auch fallen. Eine Minute später flankte Tabea Griß und Jana Kaiser erzielte per Direktabnahme den überfälligen Führungstreffer (22.). Luisa Radice setzte in der 25. Minute den Ball knapp neben das Tor. Ein Kopfball von Anja Hahn ging knapp über die Querlatte (26.). Die Hegauerinnen bestimmten das Spiel, der ESV Freiburg stand kompakt und versuchte die Räume eng zu machen und durch gelegentliche Kontersituationen für Entlastung zu sorgen.

Die erste ESV-Chance gab es in der 27. Minute nach einem Eckball. ESV-Torhüterin Natalie Schier parierte  innerhalb einer Minute gleich zweimal stark bei Freistößen von Jana Kaiser und Anja Hahn (34.). Nach guter Vorarbeit von Laura Frech erzielte HFV-Spielführerin Luisa Radice überlegt das 0:2 (37.). Auch im zweiten Abschnitt bestimmten die Hegauerinnen das Spiel. Anja Hahn hatte mit einem Kopfball die erste gute Möglichkeit für den HFV (53.).

In der 57. Minute stand Tabea Griß dann genau richtig und erzielte nach Eckball von Jana Kaiser per Kopf das 0:3. Drei Minuten später steckte Laura Frech herrlich durch und Tabea Griß traf trocken unter die Latte (60.).

Nach einer Stunde war das Spiel entschieden. Die Freiburgerinnen gaben aber nicht auf, obwohl die Kräfte langsam schwanden. Aus dem Gewühl heraus sorgte Anja Hahn mit einem Heber für das 0:5 (64.). Nach scharfer Hereingabe von Nadine Grützmacher lenkte ESV-Spielerin Stefanie Graf den Ball unglückliche ins eigene Tor (67.). In der 80. Minute flankte Lena Engesser von der rechten Seite genau auf den Kopf von Nadine Grützmacher, die locker das 0:7 markierte. Nadja Sabellek sorgte mit einem Flachschuss von der Strafraumgrenze für den Endstand (84.).
Eine sehr schöne Sache hatte die Mannschaft für ihren Trainer vorbereitet. Direkt nach Spielenden zogen sich alle Spielerinnen ein T-Shirt über mit dem Bild des Trainers und dem Schriftzug „Danke für 14 Jahre“. Damit ging es auch zur Siegerehrung, die von Ute Wilkesmann, Vorsitzende Verbandsausschuss für Frauenfußball zusammen mit SBFV-Präsident Thomas Schmidt durchgeführt wurde. Im Anschluss an die Pokalübergabe wurde Gino Radice vor großer Kulisse gebührend verabschiedet.

Wochenblatt Redakteur @: Oliver Fiedler