Der nächste Nackenschlag für die TuS-Herren

Tus Steißlingen
Manuel Hohlwegler beim Abwurf - fünf Mal traf er für sein TuS Team gegen Weilstetten. swb-Bild: Verein

Knappes aber selbst verschuldetes 37:37 gegen Weilstetten

Steißlingen. Es war die nächste bittere Niederlage für die Herren 1 des TuS Steißlingen. Gegen Weilstetten machte man über 55 Minuten wieder einmal ein gutes Spiel, am Ende versagen aber wieder die Nerven und man musste sich dem TV Weilstetten mit 35:37 in der eigenen Halle geschlagen geben.

Dabei waren die Rahmenbedingungen aufgrund der aktuellen Pandemie-Lage alles andere als gut. So fehlte dem TuS die lautstarke Unterstützung von den Rängen und es hatten sich nur circa 100 Zuschauer in der Mindlestalhalle versammelt, die ja alle den 2G-Plus Regeln entsprechen mussten, also ein Testzertifikat vorweisen mussten.

Zudem fehlte mit Philipp Klotz der etatmäßige Kreisläufer und so mussten Daniel Hipp und Kirill Glock auf dieser für sie ungewohnten Position agieren. Auch der Start in die Begegnung war alles andere als berauschend, so waren die Gäste von der schwäbischen Alb effizient, während der TuS im Angriff sich den ein oder anderen Fehlwurf leistete. Dementsprechend ging Weilstetten mit 2:4 (5. Minute) in Front und auch in der Folge kam Steißlingen nicht wirklich in Tritt. Zu viele freie Chancen vergab man bereits in der ersten Viertelstunde, jedoch steigerte man sich in der Defensive, wodurch die Hegauer zehn Minuten vor der Halbzeit erstmals mit 14:13 in Führung gehen konnten. Leider verpasste man es wieder einmal, diesen Vorsprung weiter auszubauen und sich so von Weilstetten zu distanzieren. So ging es mit einem 19:19-Unentschieden in die Kabine.

Bis auf die nicht genutzten freien Chancen zeigte das Team von TuS-Trainer Dominik Garcia eine gute Leistung, ging man doch nur mit 9 Feldspielern in die Begegnung. Auch im zweiten Durchgang blieb man zunächst konzentriert und konnte mit 22:20 in Front gehen.

Doch leider zeigt sich der TuS seit Wochen in einer Sache konstant: Den Gegner am Leben zu lassen. Immer wieder hatten die Blau-Weißen die Chance, den Vorsprung auf vier oder fünf Tore auszubauen, doch immer wieder leistete man sich gerade in diesen Situationen unerklärliche Fehler und Weilstetten konnte sich somit im Spiel halten.

Beim Stand von 28:27 (49. Minute) streikte dann auch noch der Laptop am Kampfgericht und die Begegnung musste für circa 10 Minuten unterbrochen werden. Danach schien der TuS das bessere Ende für sich zu haben und führte fünf Minuten vor Ende mit 33:31. Leider folgte nun eine exakte Kopie der Begegnung in Herrenberg. Innerhalb von 70 Sekunden verbrachte Steißlingen das Kunststück, den TV Weilstetten zum 33:33 wieder ausgleichen zu lassen. So wirkte man wieder einmal viel zu hektisch und leistete sich in der entscheidenden Phase haarsträubende Fehler. Weilstetten hingegen agierte cleverer, spielte ihre Angriffe strukturiert aus und konnte so am Ende mit 35:37 die Oberhand behalten.

So muss Steißlingen dringend an der eigenen mentalen Stärke arbeiten, gab man doch in dieser Spielzeit bereits 4-6 Punkte in den letzten Minuten aus der Hand. Leichter wird es somit in den kommenden Wochen nicht und mit dem Derby gegen die HSG Konstanz II wartet nun eine echte Herkulesaufgabe auf den TuS.

Wochenblatt @: Oliver Fiedler


Weitere Nachrichten