Jonathan Stich geht beim TuS Steißlingen

Jonathan Stich
Jonathan Stich muss den TuS Steißlingen aus beruflichen Gründen verlassen. swb-Bild: of

Beruflicher Wechsel nach Heidelberg - Dominik Garcia wird Nachfolger

Steißlingen.  Beim TuS Steißlingen gibt es momentan eine emotionale Achterbahnfahrt: Vor einer Woche wurde voller Freude der Aufstieg des Damen-Teams in die 3. Liga verkündet, jetzt folgt ein heftiger Nackenschlag – Jonathan Stich muss als Trainer bei der Herren aussteigen! Die gute Nachricht gleich hinterher: Mit Dominik Garcia, bisher Trainer der 2. Mannschaft, wurde bereits ein Nachfolger gefunden.

 

Eigentlich waren bei den BWOL-Handballern des TuS Steißlingen die Planungen für die Saison 2021/22 abgeschlossen. Jonathan Stich (36) wollte und sollte in seine sechste Saison als Trainer der Hegauer gehen. Eigentlich. Kurzfristig kommt es nun ganz anders. Stich, im Hauptberuf in leitender Position bei einer Sparkasse in der Region angestellt, wechselt im Herbst seinen Arbeitgeber. Und der sitzt in Heidelberg.

Mit dem beruflichen Wechsel vom Bodensee an den Neckar ist Stichs Engagement beim TuS Steißlingen leider nicht mehr vereinbar. „Das Jobangebot kam sehr unverhofft und ist für mich eine tolle berufliche Entwicklungschance. Mein Herz hängt natürlich am Verein und vor allem am Team, das durfte allerdings bei der Entscheidung keine Rolle spielen. Im Fokus stand die berufliche Chance – und die sprach für Heidelberg“, gibt Jonathan Stich Einblick in seine Entscheidungsfindung. Mit Jonathan Stich geht ein echter Erfolgsgarant: Drei Titel, zunächst mit der zweiten Mannschaft in der Landesliga, zweimal Meister mit der ersten Mannschaft in der Südbadenliga und zwei Jahre BW-Oberliga-Handball in Steißlingen, fallen in seine kurze Trainer-Ära. Das ist eine einmalige Bilanz.

Kurzfristig gleichwertigen Ersatz zu verpflichten, noch dazu Anfang April, schien sehr schwierig. Erster Ansprechpartner war B-Schein-Inhaber Dominik Garcia (39), der bis dahin das „Second-Team“ in der Landesliga erfolgreich coachte. Und die Bemühungen von Manager Stefan Maier waren sofort von Erfolg gekrönt: „Nach Abstimmung mit meiner Familie nehme ich diese neue Herausforderung sehr gerne an“ so Garcia in einem ersten Statement. „Ich freue mich riesig darüber, dass mir der Verein diese Aufgabe zutraut und werde alles geben, die Erwartungen an mich zu erfüllen“. Auch Stefan Maier zeigt sich sichtlich erleichtert; „Ich hatte eine lange Kandidatenliste. Mir ist allerdings diese vereinsinterne Lösung am liebsten, weil wir von Dominik zu 100% überzeugt sind und er den Verein, die Spieler und das gesamte Umfeld bestens kennt“.

Wochenblatt @: Oliver Fiedler


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