Viele Fragezeichen beim SVA

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abea Maier bleibt beim SV Allensbach. Eine von vier Kaderentscheidungen beim Handball-Drittligisten. swb-Bild: Scherer

Vier weitere Personalentscheidungen beim SV Allensbach

Allensbach. Die Corona-Krise hat die Sportwelt weiter fest im Griff. Trotzdem versuchen die Drittligahandballerinnen des SV Allensbach die neue Saison so gut es geht zu planen. «Was den Kader und auch den Trainerstab betrifft, waren wir in dieser Saison mit allen Gesprächen früh dran und konnten vieles schon vor der Einstellung des Trainings- und Spielbetriebs auf den richtigen Weg bringen», erklärt der Vorstand des Handball Sportmanagement Allensbach, Andreas Spiegel. Dabei können die Verantwortlichen nun vier weitere Entscheidungen bekanntgeben.

Mit Joelle Arno präsentieren die Hühner eine neue Torhüterin. Die 19-Jährige wechselt von der SG BBM Bietigheim an den Bodensee. Dort kam Arno überwiegend in der Jugendbundesliga sowie der zweiten Mannschaft in der Baden-Württemberg Oberliga zum Einsatz. Sie hatte aber auch die Möglichkeit regelmässig im Erstligateam mitzutrainieren, um dort Erfahrung zu sammeln. Zudem zählt die Torfrau zum Kreis der Beachhandball-Nationalmannschaft und konnte mit dieser schon beachtliche Erfolge erzielen. Joelle Arno freut sich nun auf die neue Herausforderung beim SV Allensbach: «Der SVA ist mir schon aus vielen Begegnungen bekannt und ich freue mich nun ein Teil des Teams zu werden. Ich möchte mich persönlich weiterentwickeln und meinen Teil zum Erfolg beitragen.» Neben dem Handball plant Arno ein Studium der Sportwissenschaften an der Universität Konstanz aufzunehmen. «Hier kommt unsere Kooperationsvereinbarung mit der Elite-Universität zum Tragen, die es uns ermöglicht unseren Spielerinnen Ausbildung und Handball auf hohem Niveau zu bieten», freut sich Vorstand Andreas Spiegel.  
Die jüngsten Torhüter der Liga
«Mit Joelle stellen wir uns auf der Torhüterposition breiter auf, setzen aber weiterhin auf die Jugend. Bereits in der letzten Saison hatten wir das jüngste Gespann zwischen den Pfosten und möchten unsere Talente dort weiterentwickeln», erklärt der 34-jährige Vorstand und ergänzt: «Auch im Trainingsprozess haben wir damit mehr Möglichkeiten, die Spielerinnen zu fördern und zu fordern.» Tatsächlich stehen mit der 18-jährigen Sophie Leenen und der 16-jährigen Jugendnationalspielerin Leonie Kuntz zwei Spielerinnen aus der eigenen Jugend im Tor. «Beide haben wir ins kalte Wasser geworfen und beide haben ihre Sache sehr gut gemacht», lobt Spiegel. Und beide werden Stand jetzt auch in der kommenden Saison mit dabei sein. Leonie Kuntz war bereits mit einem Vertrag ausgestattet. Und auch Sophie Leenen plant nach ihrem FSJ beim SV Allensbach ein Studium, welches sie «am liebsten in Konstanz» beginnen würde.
Tabea Maier bleibt, Franziska Höppe kommt zurück
Auch Tabea Maier wird weiterhin das gelb-blaue Trikot des SV Allensbach tragen. Die 24-Jähirge geht bereits in ihre dritte Saison und hat sich seit ihrem Wechsel aus der Württembergliga an den Bodensee zu einer tragenden Säule entwickelt. «Es freut uns, dass Tabea sich trotz mehrerer Angebote für uns entschieden hat. Das zeigt uns, dass die Mädels sich hier wohl fühlen. Sportlich hat sie sich in den letzten beiden Saisons toll entwickelt und sie ist noch nicht am Ende angelangt», freut sich Spiegel und ergänzt: «Ihre Präsenz auf dem Spielfeld und ihre Torgefahr sind enorm wichtig für uns.» Neben Nadja Greinert und Dovile Ilciukaite zählte Maier zu den drei erfolgreichsten Torschützinnen ihrer Farben in der vergangenen Spielzeit. Alle drei werden also auch weiterhin für den SVA auf Torejagd gehen. «Ich bin sehr traurig drüber, dass die aktuelle Saison abgebrochen wurde. Aber umso mehr freue ich mich nächste Saison wieder im Allensbacher Trikot spielen zu dürfen. Hier passt für mich einfach alles und das Umfeld ist super», freut sich Tabea Maier und fügt augenzwinkernd hinzu: « Ausserdem bringe ich es nicht übers Herz, dem schönen Bodensee den Rücken zu kehren.»

Mit Franziska Höppe kehrt ein altbekanntes Gesicht zurück in die Riesenberghalle. Nach einem Jahr im Auslandssemester und anschliessendem Praktikum, freut sich die flexibel einsetzbare Spielerin auf ihr erneutes Engagement bei den Hühner. «Es ist ein schönes Gefühl, dass der Vorstand und das Trainerteam mir so viel Vertrauen entgegenbringen. Und das beruht auf Gegenseitigkeit. Man weiss bereits, was man voneinander hat, sowohl sportlich als auch menschlich.» Auch Andreas Spiegel stösst ins gleiche Horn: «Franzi ist das beste Beispiel dafür, dass die Aussage bei Abschieden ‘Die Tür steht dir immer offen’ von uns nicht einfach so daher gesagt ist. Sie wird uns sowohl im Angriff als auch in der Abwehr spielerisch und auch mit ihrer emotionalen Art verstärken.»
Planungshorizont weiter ungewiss   

Nachdem in der vergangenen Woche auch alle 3. Ligen abgebrochen wurden, bleiben viele Fragen jedoch weiterhin unbeantwortet und machen eine Planung schwierig. Die Riesenberghalle ist weiterhin geschlossen und auch Trainingsgruppen im Freien sind nur bis zu zwei Personen möglich. «Wir haben die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Saison geschaffen, nun hoffen wir, dass wir diese auch umsetzen können», erklärt Vorstand Andreas Spiegel. Für die Vorbereitung, die trotzdem wie geplant im Juni losgehen soll, wurden mehrere Szenarien geschaffen. In welcher Form Vorbereitungsturniere gespielt werden können, steht aber noch in den Sternen. «Das kann auch den Skoda Cup betreffen, der aus vielerlei Gründen einen wichtigen Faktor in unserer Planung darstellt», so Spiegel. Beim SV Allensbach will man aber optimistisch bleiben und hofft dabei auch auf die Solidarität und das Vertrauen der Sponsoren und Fans. «Wir haben schon viele positive Signale bekommen, wofür wir sehr dankbar sind. Aber auch, und da sind wir ehrlich, schon einige Herausforderungen angehen müssen und das werden sicher nicht die letzten sein. Dafür haben wir jedoch einige tolle Aktionen in Planung, auf die sich alle Handballbegeisterten freuen und sich engagieren können», gibt sich Spiegel kämpferisch.

Wochenblatt @: Ute Mucha

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