Endlich feiern wie schon 2020 geplant
Vier Tage »Schweizer Feiertag« in Stockach

Der Gustav-Hammer-Platz wird am Freitagabend schon bespielt.
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  • Der Gustav-Hammer-Platz wird am Freitagabend schon bespielt.
  • Foto: Archiv/ Lechler
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Stockach. Zwei Jahre musste er Pause machen, der große „Schweizer Feiertag“ in Stockach. Doch nun wurde er mit neuem Mut für das kommende Wochenende vom 24. bis zum 27. Juni– und auch mit der neuen Leiterin des Kulturamts, Corinna Bruggaier, kürzlich das Programm zusammen mit Hauptamtsleiter Hubert Walk vorstellte. „2020 stand ja das Programm schon und musste damals schweren Herzens aufgrund der Lockdowns abgesagt werden, dann haben wir auf 2021 verschoben und alle Mitmacher haben sich nach der Absage in 2021 auch auf dieses Jahr gefreut“, so Hubert Walk. Für ihn ist das auch ein Zeichen, wie viel des den Akteuren wert ist, hier mit dabei zu sein beim großen Stadtfest der Stockacher, das einst zum Gedenken an den erfolgreichen Widerstand gegen die Belagerer im Schweizer-Krieg vor über 500 Jahren ins Leben gerufen wurde. Und bei dem in heutigen Zeiten die Schweizer Nachbarn natürlich willkommende Gäste sind, weil auf der anderen Seite der Grenze auch genauso gern gefeiert wird.

Doch ganz gleich wie früher wird der Schweizer Feiertag 2022 eben doch nicht: „Punkt eins ist, dass der Verein Handel, Handwerk und Gewerbe (HHG) schon früh gesagt hatte, dass er den Straßenmarkt nicht mehr organisieren kann“, sagte Hubert Walk in der Medienkonferenz. Nun ist die Organisation des größten Stockacher Volksfestes ganz in den Händen von Stadt und Kulturamt angekommen. »Das war schon ein Stück Arbeit, sagt Kulturamtsleiterin Corinna Bruggaier im Gespräch mit dem Wochenblatt. Der Markt musste sozusagen mit neuer Organisationsstruktur auf neue beine gestellt werden, aber nun steht er dort auch stabil, so die neue Kulturamtsleiterin, die ja schon einige Jährchen in Stockach wohnt und das große Stadtfest aus eigener Perspektive kennt. Der Straßenmarkt ist etwas kleiner, auch weil er in den Jahren davor ausgeufert war. »Wir wollen hier einfach auch mehr den regionalen Charakter des Festes unterstreichen, da das Stadtfest aus meiner Sicht ein großes Pfund für die Identifikation der Stockacher – aller Stockacher mit ihren unterschiedlichen Wurzeln – ist. Das kommt für Corrina Bruggaier nicht nur beim Markt, sondern auch im Musikprogramm bis zum Catering zum Ausdruck und soll in den kommenden Jahren auch intensiv weiter ausgebaut werden.
Seit Februar hatte man mit ersten organisatorischen Abklärungen angefangen, sagte Hubert Walk auf Nachfrage. Erst im April aber konnte das endgültige „Go“ nach der Aufhebung der meisten Beschränkungen gegeben werden. „Wir haben ja zum Glück sehr viel vom Programm 2020 in dieses Jahr transportieren können, was es uns leichter machte mit der doch sehr kurzen Vorlaufzeit.“ »Wie sehr die Stockacher hinter »ihrem Schweizer Feiertag stehen, hat mir die große Bereitschaft der Anlieger gezeigt, hier wieder mitzumachen«, sagt das Corinna Bruggaier.

Und nun kann auch wirklich gefeiert werden. Schon Traditionell hat das Fest für jeden Tag ein eigenes Gesicht. Von der fröhlichen Eröffnung mit Bieranstich beim Pavillon des Narrengerichts über den Straßenmarkt am Samstag und Tanzprogramm bis in die Nacht, dem von Geschichte und Kultur geprägten Sonntag bis zum Schultheater und dem Ausflug in die Schweiz am Montag. Schon nach zwei so »spaßlosen« Jahren nun wieder feiern zu können in Stockach.

Vier Tage und vier Gesichter des Festes

Die Stockacher hatten meistens Glück mit dem Wetter zum Schweizer Feiertag und die setzten auch dieses Jahr darauf. 2019 konnte das Stokacher Stadtfest letztmals gefeiert werden, nun gibt es – ganz unbeschwert – wieder »volles Programm im Städte. Möglich wurde es das Fest nach den Ankündigungen der Lockerungen nach drei Lockdowns so rasch auf die Beine zu stellen, weil man nun abzieht, was im Großen und Ganzen schon 2020 hättte über die Bühne gehen sollen und das alle noch nach zwei Jahren noch »im Boot« sind und sich auf ihre Auftritte um so mehr freuen.

Die Innenstadt wird an diesem Wochenende zu einer einzigen Open-Air-Bühne mit Live-Musik und Showprogramm. Hier eine Vorschau auf den Schweizer Feiertag 2022:
Freitag, 24. Juni: 19 Uhr Festivalbeginn mit Fassanstich auf dem Gustav Hammer Platz im Areal des Narrengerichts an der Sparkassenbühne und schon ab 15 Uhr für die Fahrgeschäfte auf dem Dillplatz. Musikalische Umrahmung mit der Band "Mississippi Steamboat Chickens" mit ihrem vielseitigen Repertoire aus den 20er und 30er Jahren spielen, angefangen vom Dixieland und New Orleans Jazz bis hin zum Blues und Swing. Dazu gibt es eine Premiere als Einlage, wie Kulturamtsleiterin Corinna Bruggaier kurzfristig bekannt geben konnte: die geflüchteten aus der Ukraine haben einen kleinen Chor gegründet, der hier nun seinen Einstand gibt.
Danach ab 21 Uhr musikalische Unterhaltung mit spanischen Klängen der Band »Rumbaela«: Die Gipsy-Kings-Coverband mit der „Fiesta Garantie“ versetzt ihre Zuhörer mit Latino-Hits und Flamenco-Pop garantiert in Urlaubsstimmung. Feurige Gitarrenmusik wird versprochen und Stimmen, die unter die Haut gehen.

Samstag, 25. Juni: Von 10 bis 18 Uhr findet der traditionelle Straßenmarkt mit rund 100 Marktständen statt. Fünf Bühnen gibt es im Marktareal, die hier den Tag mit musikalischen Bonbons begleiten.
Auf der neu platziertenVolksbank-Bühne am Marktplatz spielen ab 10.00 Uhr das Handharmonika Orchester Wahlwies, ab 11.45 Uhr die Schawesto Schalmeien Weibsen Stockach, ab 13.45 Uhr der Musikverein Raithaslach und ab 15.00 Uhr das Akkordeon Orchester Zoznegg.
Auf der Sparkassen-Bühne am Gustav-Hammer-Platz sieht das Programm so aus: 10 Uhr Musikverein Hoppetenzell / Mahlspüren i.Hg. / Zizenhausen; 11.45 Uhr Musikverein Orsingen; und 14 Uhr Musikverein Bodman.
Der Aach-Center Musikplatz am Kuony-Brunnen wird von der Musikschule Stockach bespielt, die dieses Jahr ja ihren 45 begehen kann. Dort sind angekündigt ab 10.30 Uhr Gruppenspiel der SchülerInnen, 11 Uhr das Schulorchester, 11.30 Uhr das Jugendblasorchester, 12.30 Uhr der Musikverein Wahlwies, 13.30 Uhr nochmals die Schawesto Schalmeien Weibsen und zum Finale ab 14.30 Uhr die Stadtmusik Stockach.
An der »B-free« Jugendbühne bei der St. Oswald-Kirche ist ab 10 Uhr der Kletterturm freigegeben. Die Attraktion ist hie „T-Wall“. Dazu kommen Kinderschminken, Saftladen, Bogenschießen, zahlreiche Bastelaktionen und um 14 Uhr tritt das Marionettentheater Zipfelmütze auf.
Der Stadtwerke-Musikplat in der Goethestraße widmet sich dem regionalen Muzsikgeschehen: Start ist 10 Uhr mit dem Musikverein Eigeltingen gefolgt um 11.45 Uhr vom Musikverein Mühlingen, dann kommt um 13.30 Uhr der Musikverein Nenzingen. Um 15.15 Uhr wird der Musikverein Winterspüren hier seine Visitenkarte abgeben, um 17 Uhr hat der Musikverein Espasingen seine Bühne und bis in die Nacht zaubert ab 19 Uhr der Musikverein Zoznegg Stimmung ins Publikum.
Ab 17 Uhr wird zudem mit der Band "Best of Us" am Gustav-Hammer-Platz gefeiert. Im Anschluss geht der Partyspaß mit den Bands "Crossage" am Marktplatz und "DIVA" am Gusav-Hammer-Platz weiter, welche ab 20 Uhr die Gäste in Hochstimmung versetzen werden.

Am Sonntag, 26. Juni.: Gibt es um 17 Uhr eine Sonderführung der Ausstellung »Miró- Magie der Zeichen« im Stadtmuseum. Um 20 Uhr spielt das Streichquartett „La Finesse“ im Bürgerhaus Adler-Post den festlichen Teil. Tickets für diesen magischen Abend sind in der Tourist-Information erhältlich oder können Online über das Kulturamt gebucht werden.

Am Montag, 27. Juni führt das Theater Sturmvogel das Stück "Mini Mutig und das Meer" für Kinder ab 4 Jahren auf um 9.30 und 11 Uhr für die Kinder aus der Stadt. Ab 14 Uhr findet noch ein Mal der große Vergnügungspark statt. Die alljährliche Ausflugsfahrt im Rahmen des Schweizer auf die Burg in Habsburg war sofort ausverkauft.

Autor:

Oliver Fiedler aus Gottmadingen

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