Ausstellung von Boris Petrovsky: »Buzzerworld«
»Die moderne Welt des Konsums«

Der Künstler Boris Petrovsky in seiner Ausstellung »Buzzerworld«.
  • Der Künstler Boris Petrovsky in seiner Ausstellung »Buzzerworld«.
  • Foto: swb-Bild: Stadt Engen
  • hochgeladen von Oliver Fiedler

Engen. Vom 9. April bis 12. Juni zeigt das Städtische Museum Engen + Galerie die Ausstellung »Buzzerworld« des Konstanzer Künstlers Boris Petrovsky. Zur Vernissage am Freitag, 8. April, um 19.30 Uhr sind alle Kunstinteressierten herzlich eingeladen. Es gelten die aktuellen Coronabestimmungen.

Boris Petrovskys künstlerische Vorstellungswelt umfasst die moderne Welt des Konsums und der Zeichen, die er über bewegte Objekte, Geräusche und vor allem Installationen mit Licht inszeniert. Der Künstler wurde 1967 in Konstanz geboren, wo er seit 2007, nach seinem Studium in Hamburg, auch wieder wohnt. Da der moderne Mensch in einer von Medien beherrschten Welt lebt, untersucht Petrovsky, wie er durch kommunikative Prozesse Wirklichkeit erfährt, wie er Modelle von Wirklichkeit entwickelt und innerhalb dieser selbst geschaffenen Netzwerke, die nicht zuletzt Gefüge der Macht und der Ohnmacht repräsentieren, zusammenlebt und interagiert. Petrovsky nutzt für seine komplexen Installationen vorgefundene Materialien aus der Konsumindustrie, wie Neonröhren von Leuchtreklamen, Buchstaben und Zahlen oder Verkehrszeichen, wie sie den öffentlichen Raum prägen. Er löst sie aus ihrem ursprünglichen Kontext und verbindet sie zu Geflechten, überbordenden Verkabelungen oder präzise gefügten Clustern. Im Grunde benutzt Petrovsky die Materialien und Strategien der Werbewirtschaft, um, einem klassischen Bildhauer nicht unähnlich, neue Forminhalte zu erzeugen.

Aus den ursprünglich einfachen, den Konsumenten konditionierenden Werbebotschaften entstehen vielschichtige, fantasievolle Interaktionen zwischen seinen Kunstwelten und den Betrachtern, die sich ihre gedankliche Freiheit spielerisch zurückerobern. Sie sind nun nicht mehr einfache Empfänger von Botschaften, sondern entwickeln, inspiriert von den inhaltlich anregenden und ästhetisch hochwirksamen Kunstwerken, ihre eigenen persönlichen Vorlieben und Strategien im Umgang mit der sie umgebenden Wirklichkeit.

Quelle: Stadt Engen

Autor:

Presseinfo aus Singen

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