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Die 6. Theaternacht in Singen kann steigen

Theaternacht Singen
Im Theater »Die Färbe« wurde am Montag die 6. Theaternacht Singen angekündigt. Sie findet am 15. Oktober statt. swb-Bild: of

Planungen begannen bereits im Januar – Schulen aber leider nicht dabei

Singen. Der Januar war finster in der Region in Sachen Kultur. Ein Lockdown mit ungewissem Ausgang lähmte den Betrieb, was überall fehlte war eine Perspektive. Nicht in Singen allerdings. Denn wie Catharina Scheufele vom Kulturbüro der Stadt Singen am Montag bei der Medienkonferenz zur 6. Theaternacht in Singen erklärte, wurde genau da der Startschuss für die Planungen gegeben. In guter Hoffnung auf Besserung, die nun ja eingetreten war. Einziger Wermutstropfen: die Schultheatergruppen, die sonst das Programm mit ihren Produktionen bereichern, müssen für diese Ausgabe passen. Es gab keine Möglichkeiten in den Schulen, unter den Corona-Bedingungen im ersten Halbjahr Proben durchzuführen und auch die 3G-Regel stellt den Aufführungen dann ein Bein, was den Aufwand betrifft. »Als wir nachfragten, war der Wunsch überdeutlich, jetzt mit den Planungen zu beginnen«, so Catharina Scheufele. Der Mut hat sich ausgezahlt.

So sieht das Programm aus: 

Die Eröffnung findet am 15. Oktober um 18 Uhr mit Oberbürgermeister Bernd Häusler im Foyer der Stadthalle Singen statt.

Das Theater »Die Färbe« spielt in der Basilika ein Stück über »Die fabelhafte Welt des Robert Seethaler«. Robert Seethaler, 1966 in Wien geboren, spielte viele Jahre lang in Fernseh- und Kinofilmen und im Theater. Er ist ein vielfach ausgezeichneter Schriftsteller und Drehbuchautor. Das Färbe-Ensemble versucht mit seiner szenischen Lesung in die Traumwelten und in die bisweilen skurril anmutende und gleichsam tief berührende Lebenswirklichkeit des Dichters vorzudringen.

Der Theaterverein Pralka führt in seinem Stück »An allem ist die Katze schuld« in ein Königreich, in dem ein nichtiger Anlass ein schweres Drama auslöst. Mit hintergründigem Humor wird die Ambivalenz und Paradoxie der menschlichen Vernunft zum Vorschein gebracht: einer muss immer irgendwie schuld sein.

In dem Stück »Koffer auf Reisen von Geert Genbrugge« zeigt das Theater in der GEMS unter der Leitung von Nete Mann humorvoll, komödiantisch und gelegentlich absurd für Jung und Alt das Unterwegssein des modernen Menschen mit einem poetischen Augenzwinkern an.

Zusammen mit Rike Joeinig zeigt die Regisseurin Susanne Breyer das Theaterstück »Die Anarchie des Absurden – Sketche von Karl Valentin und Liesl Karlstadt«. Die Schauspielerin Rike Joeinig schlüpft in Karl Valentin, der natürlich immer in den von ihm verkörperten Rollen erkennbar war. Die Regisseurin Susanne Breyer verkörpert seinen Gegenpart als Liesl Karlstadt.

In der Horror Komödie »Geister – Nichts wie weg hier« von Volker Zill zeigen 15 jungen Darstellerinnen und Darsteller der Theatergruppe Theatäter unter der Leitung von Maria Vrijdaghs ein skurriles Grusel-Quartett von Untoten, welche die Hotelgäste eines Event-Hotels aufmischen. Passend zur Theaternacht wurde der »Friedhof« auf die Wiese neben der GEMS verlegt und die vier Untoten werden für die Besucherinnen und Besucher noch einmal aus ihren Gräbern steigen!

Das Stück »Königin LEAR« wird von der Theatergruppe Theater vor Ort unter der Leitung von Marie-Luise Hinterberger aufgeführt und lehnt sich an das Stück »King Lear« von Shakespeare. Im Rahmen einer Familienfeier teilt Elisabeth Lear, die Chefin eines weltweit agierenden Familienunternehmens, die Firma spontan unter ihren drei Kindern auf – der/diejenige, der/die sie am meisten liebt, soll den größten Anteil bekommen. Konflikte sind vorprogrammiert.

Eine Gruppe aus Improvisationsfreudigen hat sich zum Ensemble improsingers zusammengetan und sich im Spontan-Sein und Geschichten erfinden geübt. Sie werden ihr Können in ihrer Improshow »Theater trifft auf Kunst« an der Theaternacht im Kunstmuseum Singen präsentieren, zusätzlich gibt es den Bauchladen des in Pandemiezeiten entwickelten »Theater to go« vor dem Kunstmuseum.

Der Eintritt ist in diesem Jahr zum ersten Mal kostenlos.

Wochenblatt @: Oliver Fiedler