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Nähen für den guten Zweck

Fabienne und Beate Spreitzer nähten 108 Alltagsmasken
Beate Spreitzer und ihre Tochter Fabienne nähten insgesamt 108 Alltagsmasken in 53 Stunden für den guten Zweck.swb-Bild: pr

Fabienne und Beate Spreitzer nähten 108 Alltagsmasken

Gaienhofen-Horn.  Fabienne Spreitzer und ihre Mutter Beate nutzten die unfreiwillige Freizeit während der Corona-Krise, um sich für die Gesellschaft zu engagieren und zahlreiche Masken zu nähen.

Das Mutter-Tochter-Gespann hat sich wahrlich ins Zeug gelegt: die beiden haben Behelfsmasken für die Allgemeinheit genäht und verschenkt. Beworben haben sie die Aktion, die sie ›take care of others‹ genannt haben, über WhatsApp und Instagram. Bestellungen konnten per e-Mail eingereicht werden. »Dabei durfte jeder, der uns bei diesem Unterfangen unterstützen wollte, eine kleine Spende abgeben«, erzählt Fabienne Spreitzer. »Nach Abzug unserer Materialkosten blieben insgesamt noch 550 Euro Spenden übrig. Dieses Geld haben wir mit Freuden der Singener Tafel gespendet«, so die junge Frau weiter.

Insgesamt 53 Stunden haben die Spreitzer-Frauen genäht, so die beiden gegenüber dem WOCHENBLATT. Es kamen rund 65 Meter Gummi zum Einsatz sowie 18 Geld- und 35 Meter Gummispenden zusammen. Innerhalb von 24 Stunden waren die 108 selbstgenähten Behelfsmasken vergriffen. »Wir konnten insgesamt 21 Familien mit den Masken versorgen«, freut sich Fabienne, die gemeinsam mit ihrer Mutter die Behelfsmasken an einem Tag ausgeliefert hat. »Dabei waren wir unter anderem in Tengen, Mühlhausen-Ehingen, Singen und Eigeltingen unterwegs.« Drei Bestellungen wurden per Post verschickt.

Die Masken wurden in den Farben weiß, grau, blau und Mokkabraun genäht und sind bei 60 Grad waschbar. Dabei hat das Mutter-Tochter-Gespann die Behelfsmasken so genäht, dass sie für jedermann individuell angepasst werden können. »Durch die Falten, den Tunnelzug und dem Gummi kann die Maske an die Kopfgröße und -form angepasst werden«, erklärt Fabienne Spreitzer. Außerdem verfügen die Alltagsmasken über ein Innenfach, sodass bei Bedarf auch noch ein Filter eingelegt werden kann. Auch der eingearbeitete Draht kann problemlos herausgenommen und wieder eingefädelt werden.

Nun wollen sich Fabienne und Beate Spreitzer herzlich bei all den Spendern, die sie unterstützt haben, für ihre Hilfe bedanken. »Die Spenden fanden hauptsächlich aus dem Raum Hegau ihren Weg zu uns, aber unsere Aktion hat auch bis nach Stuttgart Wellen geschlagen«, berichtet Fabienne Spreitzer gegenüber dem WOCHENBLATT.

Wochenblatt @: Graziella Verchio