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30.000 Filtertüten-Atemmasken für Konstanzer Schulen

Melitta Masken
Hannah Horstmann (rechts vorne) zeigt die Bastel-Gebrauchsanleitung der Atemmasken, die die Stadt als Spende von der Melitta Group bekommen hat. Elke Großkreutz (links vorne), Rektorin der Gebhardschule, kann die handlich verpackten Atemmasken ab sofort als Reserve für ihre Schüler einsetzen. swb-Bild: Stadt KN

Fertigbasteln nötig / Ersatz für vergessene Masken von SchülerInnen

Konstanz. Über rund 150 zusätzliche Mund-Nase-Bedeckungen freut sich die Gebhardschule. Hannah Horstmann von der Wirtschaftsförderung übergab am Mittwoch von der Melitta Group hergestellte  und gespendeten Atemmasken an Rektorin Elke Großkreutz.

Insgesamt 30.000 Atemmasken hat die Stadtverwaltung durch die Vermittlung des Konstanzers Tom Kuschel, der Geschäftsbeziehungen mit Melitta pflegt, erhalten. Sie sollen nun zum Einsatz kommen, wenn Schülerinnen und Schüler ihre Atemmaske vergessen haben. „Das passiert jeden Tag und deswegen ist es ungeheuer wichtig, dass wir genügend Masken dahaben und so handlungsfähig bleiben“, betonte Elke Großkreutz. Die Melitta-Atemmasken ergänzen die schon früher von Elterninitiativen, verschiedenen Gruppierungen und von Privatleuten gespendeten Stoffmasken.
 
Vor dem Schulbeginn hatte das Amt für Bildung und Sport die Konstanzer Schulen angeschrieben und über die Möglichkeit, Atemmasken bei Bedarf zu bestellen, informiert. Bevor die Melitta-Atemmasken jedoch verwendet werden können, müssen die Filter gelocht und Ohrgummibänder angebracht werden. „Da man sie erst basteln muss, haben sie sich nicht für eine größere Abgabe, zum Beispiel an den Einzelhandel, geeignet. Sie wurden bisher Bürgerinnen und Bürgern von der Stadtverwaltung zur Verfügung gestellt, wenn diese ihre Masken vergessen hatten“, erklärte Hannah Horstmann.
 
In der Gebhardschule werden nun die FSJ-ler die Masken zusammenbasteln, die nicht von ungefähr an Kaffeefilter erinnern. Ist das in Minden beheimatete Unternehmen Melitta Group doch mit den von Melitta Bentz patentierten Filtern bekannt geworden. Das Unternehmen hatte Teile seiner Produktion im April umgestellt, um einen Beitrag zur Versorgung mit dringend benötigten Atemmasken zu leisten. Auf den Maschinen für die Filterproduktion werden nun zusätzlich spezielle Atemmasken genäht, die aus einem dreilagigen Flies bestehen und den Standard für OP-Masken erfüllen, da sie kleinste Partikel zurückhalten. Eine Million Masken hat die Melitta Group bisher gespendet.
Den Maskenkomfort überprüften drei Oberstufenschüler der Gebhardschule direkt bei der Spendenübergabe. „Man kann gut atmen und die Brille läuft auch nicht an. Nur die Ohrgummibänder müssten länger sein“, so das Fazit der Tester.

Wochenblatt @: Oliver Fiedler