- Anzeige -

4. Singener Museumstag in Bewegung

Museumstag
Die Vorfreude war spürbar bei der Medienkonferenz zum inzwischen 4. Internationalen Museumstag in Singen, die in der Galerie Vayhinger durchgeführt wurde. swb-Bild: of

Große Bühne für Galerien und Museen am 19. Mai

Singen (of). Ganz schön viel Bewegung verspricht der Internationale Museumstag am 19. Mai in den Singener Kultureinrichtungen. Den das Kunstmuseum, der Kunstverein, die Galerie Vayhinger, das Museum Art & Cars (MAC), das Hegau-Museum wie die „Singener Maler“, die in diesem Jahr ihren 70. Geburtstag feiern, sorgen zwischen 11  und 18 Uhr für eine ganze Menge an Aktionen, über die ganze Innenstadt verteilt.

Schon für die Eröffnung des Museumstags, den nicht nur Kulturamtsleiterin Catharina Scheufele, sondern selbst der Leiter des Hegau Museum, Ralf  Stephan , als in Baden-Württemberg ziemlich einmalige Aktion ansehen, geht’s in den ehemaligen Landesgartenschau-Park zum Wasserreservoir Ambohl, wo zur Landesgartenschau 2000 Roman Signer seine ziemliche nasse Brunnenstube schuf. Von dort geht’s wieder zurück, zum Singener Kapitell von Markus Daum und zu „Located World“ von Joseph Kosuth, die Museumsleiter Christoph Bauer erklären will. Zeitgleich könnte man aber an einer Führung mit Galeristin Helena Vayhinger teilnehmen, die die „Golden Apples“ von Ilya Kabakow oder die „Ballannahme“ von Olaf Metzel im Garten der Galerie erklärt. Doch schon um 14 Uhr geht’s dann wieder im Singener Kunstmuseum weiter, wo ein Kreativworkshop zur aktuellen Ausstellung des Kunstverein Singen „“Stadt Berg Fluss“ startet.  Spannend machen es auch die Singener Maler, die den Stadtgarten bei der Stadthalle mit ihrem Jubiläumsprojekt bespielen: Acht Singener Maler und weitere 15 Gäste werden dort großformatige Bilder –zum Thema Hohentwiel- auf Alucobond präsentieren und eine Art Bilderwald erstellen, kündigten Alexander Weinmann, Nora Löbe und Vera Floetenmeyer-Löbe in der Medienkonferenz an. Das Projekt werde dann bis zur Museumsnacht hier vor der Stadthalle verbleiben. Auch im MAC Singen wird einiges Los sein, zwei Führungen durch die aktuelle Ausstellung werden von einer richtigen Kunstübergabe um 16 Uhr getoppt. Höri-Künstler Tom Leonhard wird zwei Arbeiten, die von der Südwestdeutschen Kunststiftung erworben wurde,  im Museum aufhängen.  In der Galerie Vayhinger kann man in der Ausstellung „who by fire“ sogar dem imaginären Leonard Cohen begegnen.  Der jüdische Künstler Abi Shek ist auf die Spur des Popstars gegangen, der das jüdische Gedicht „Unetane Koke“ in einem seiner Songs verarbeitet hat.

Und dann erst das Archäologische Museum, das den Gästen die Rekonstruktion beigaben von Grabbeigaben der Alemannen ermöglich und auch Vorträge präsentiert die deutlich machen, dass auch unsere Vorfahren gar nicht von hier sind, sondern aus dem Osten Europas zugewanderte Migranten waren, so wie alle anderen auch, die früher oder später zu Singenern wurden. Im Hegau-Museum soll dieser Tag auch seinen Abschluss finden. Die Zahl der Besucher der letzten drei Jahre lässt sich nur ungefähr schätzen, weil es ja viel Bewegung  gibt.

Wochenblatt Redakteur @: Oliver Fiedler