- Anzeige -

80 Jahre nach der “Wagner-Bürckel Aktion”

Gailingen Synagogenplatz
Der Platz er ehemaligen Synagoge in Gailingen mit der Liste der ermordeten Juden in der Zeit des Nazi-Regimes. swb-Bild: of/Archiv

Gailingen gedenkt der Deportation der letzten Juden aus der Gemeinde

Gailingen. Am 22. Oktober jährt sich die Deportation der badischen und saarpfälzischen Juden im Rahmen der “Wagner-Bürckel Aktion” zum 80sten Mal. 223 Jüdische Menschen aus Gailingen, Randegg und Wangen wurden in das Lager Gurs im damals nicht besetzten Frankreich verbracht. Diejenigen, die die menschenunwürdigen Verhältnisse in Gurs überstanden, wurden ab Sommer 1942 über das Transit-KZ Drancy bei Paris nach Auschwitz, Majdanek und Sobibor deportiert und dort in der Mehrheit unmittelbar nach der Ankunft ermordet.

 

Der Verein für jüdische Geschichte Gailingen gedenkt am Donnerstag, dem 22. Oktober um 19 Uhr im Rahmen einer öffentlichen Feierlichkeit der Opfer. Schülerinnen und Schüler der Internatsschule Friedrichsheim und der Hochrheinschule Gailingen verlesen einen Bericht von Berty Friesländer-Bloch über ihre Deportation und sorgen für eine musikalische Umrahmung.

Im Hinblick auf die Corona-Beschränkungen soll die Gedenkfeier trotz der des herbstlichen Datums möglichst im Freien durchgeführt werden. Dennoch sind die entsprechenden infektionsschützenden Maßnahmen einzuhalten.

Wochenblatt @: Oliver Fiedler