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Ablachtalbahn hat jetzt Förderverein

Ablachtalbahn
Die Reaktivierung der Ablachtalbahn wird nun auch durch einen Förderverein unterstützt. swb-Bild: Engelhardt/ Archiv

Gründungsversammlung bringt 34 Mitglieder / Auch Stockach im Vorstand vertreten

Meßkirch/ Stockach. Die Reaktivierung der Ablachtalbahn zwischen Stochach und Mengen soll nun auch über einen Förderverein unterstützt werden, der sich am vergangenen Wochenende in Meßkirch mit 34 Gründungsmitgliedern an den Start begeben hat. In der Gründungsversammlung wurde der erst 24-jährige Severin Rommeler aus Sauldorf zum Vorsitzenden gewählt, der sich als sehr bahnaffin bezeichnet. Im erweiterten Vorstand ist auch Udo Engelhardt aus Stockach als Beisitzer mit vertreten. An Visionen fehlte es zur Wiederbelebung keineswegs. Per Video wurde sogar Verkehrsminister Winfried Hermann zugeschaltet, der seine Unterstützung für das Projekt versprach. Gegenwärtig ist eine Potenzialstudie in Arbeit, aufgrund derer entschieden werden soll, ob eine Reaktivierung nachhaltig erfolgsversprechend wäre. Bereits im Mai letzten Jahres hatte Hermann der Strecke ein "hohes Potenzial" bescheinigt.

Davon sind die Initiatoren des Fördervereins freilich längst überzeugt. Die Reaktivierung der Strecke, mit einem Abzweig nach Sigmaringen, könne wesentlich dazu beitragen, dass die ganze Region zwischen Mengen und Stockach um einiges attraktiver werde, vertrat die Grüne Landtagsabgeordnete Andrea Bogner-Unden in der Versammlung. Mit dem Betrieb auf der Strecke können das Zusammenwachsen der Landkreis Sigmaringen, Bodenseekreis und Konstanz gefördert werden und auch die Kommunen würden dadurch zusammenrücken.

Der Meßkircher Bürgermeister Arne Zwick als einer der Hauptinitiatoren sieht die Chancen für eine Wiederbelebung als nie so gut wie jetzt, da das Land, beziehungsweise das Verkehrsministerium, für die Wiederbelebung von Strecken offen sei und das als Teil einer Verkehrswende verstehe. Die Strecke sei auch vergleichsweise gut in Schuss, so dass man mit Investitionen von etwa 50.000 Euro in die Technik schon eine Menge erreiche. Der Förderverein hat sich schließlich sogar die Veranstaltung von Ausflugsfahrten zur Werbung für die Strecke schon in die Satzung geschrieben, denn damit kann auch die Bevölkerung für die Pläne begeistert werden. Sauldorfs Bürgermeister Wolfgang Sigrist sieht es als nötig an, dass sich die kommunalen Politiker über die Parteigrenzen hinweg für dieses Projekt nun stark machen. Hier will der Verein als Lobby wirken.

Wochenblatt @: Oliver Fiedler