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Abwärtstrend bei Corona-Zahlen

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Symbolbild: Adobe-Stock

Das Wochenblatt Corona-Update zum Wochenende

Landkreis Konstanz. Erstmals seit Anfang Dezember zeigen die Corona-Zahlen im Landkreis Konstanz zum Ende der Woche wieder einen etwas deutlicheren Abwärtstrend. Das Landratsamt meldete am Freitagnachmittag insgesamt 369 aktuell positiv getestete Personen. Eine Woche zuvor waren es noch 568. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei  76,1. Damit ist dieser Wert in der vergangenen Woche erstmals seit langem wieder unter 100 gesunken. Vonseiten der Politik wurde immer wieder betont, dass die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz auf unter 50 sinken muss, um Lockerungen der Corona-Maßnahmen zu erlauben. Der bundesweite Wert liegt indes aktuell bei 115,3. Auch die Positivquote bei den Corona-Tests, die im Landkreis Konstanz durchgeführt wurden ist wieder deutlich rückläufig. Nach einem Rekordwert von 24,5 Prozent in Kalenderwoche 1 lag dieser in KW 2 wieder bei 14,1 Prozent.

Die Lage in den Kliniken

In den Kliniken des Gesundheitsverbunds Landkreis Konstanz gibt es aktuell rund 60 Patientinnen und Patienten, die positiv auf Covid-19 getestet wurden oder bei denen der Verdacht auf eine Infektion besteht. Die Hälfte der Patienten liegt in Singen, davon sind 16 positiv getestete auf der Allgemeinstation, zusätzlich neun Verdachtsfälle, fünf positiv getestete sind in intensivmedizinischer Behandlung. Im Klinikum Konstanz gibt es aktuell insgesamt 13 Patienten, die im Zusammenhang mit Covid-19 behandelt werden, davon sieben positiv getestete auf der Allgemeinstation, zusätzlich vier Verdachtsfälle. Zwei Covid-19 Patienten werden auf der Intensivstation behandelt. Im  Radolfzeller Krankenhaus gibt es insgesamt: 16 Fälle auf der Allgemeinstation, wobei es sich bei dreien davon bisher nur um Verdachtsfälle handelt.

26 neue Todesfälle

Während am Freitag bundesweit erstmals die Schwelle von 50.000 Menschen, die an oder mit dem Virus verstorben sind überschritten wurde, stieg auch die Zahl der Todesfälle im Landkreis Konstanz an. Sie liegt aktuell bei 197. Am vergangenen Freitag hatte das Landratsamt 171 Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus verstorben sind gemeldet.

Frustration bei Impfterminvergabe

Die Zahl der Geimpften ist im Landkreis Konstanz auf 950 gestiegen, wie das Landratsamt auf Nachfrage des Wochenblatts mitteilte. Das entspricht rund 0,3 Prozent der Kreisbevölkerung. Binnen einer Woche wurden im Landkreis damit rund 570 Personen in den Pflegeheimen sowie im Kreisimpfzentrum (KIZ) geimpft. Frustration gab es indes bei vielen, die versucht haben einen Termin für das KIZ in Singen zu ergattern. Landesweit war angekündigt worden, dass eine Terminvergabe ab dem 19. Februar möglich ist. Daher haben viele Menschen erfolglos versucht, einen Termin für das KIZ in der Singener Stadthalle zu bekommen. Unter ihnen Jörg Teubert aus Singen, der versucht hat, für seine Eltern einen Termin zu ergattern. Trotz fünfstündigem Einsatz jedoch ohne Erfolg, wie er dem Wochenblatt berichtet. »Im Sekundentakt versuchte ich mich übers Internet auf der vorgegebenen Seite anzumelden«, so Teubert. Doch »entweder komme ich erst gar nicht auf die Seite der Terminvergabe und bin in einer Dauerschleife, die mir die Seite gar nicht erst öffnet, oder ich bekomme eine Fehlercode Meldung die eine Anmeldung nicht ermöglicht, oder wenn ich doch tatsächlich das Glück des Fleißigen habe und sich die Seite öffnet, bekomme ich im Umkreis von 200 Kilometern die Meldung, dass alle Termine vergeben sind«, macht Teubert seinem Ärger Luft. Als irgendwann doch ein möglicher Termin angezeigt wurde, sei beim letzten Schritt der Buchung dann die Meldung erschienen, dass der gewählte Termin bereits vergeben sei. Für Teubert ein Ärgernis, dass das Vertrauen in die Terminplanung für die Impfaktion schmälert. Andere Wochenblatt-Leser berichteten von ähnlichen Erlebnissen.

Wie die Pressestelle des Landratsamts auf Nachfrage des Wochenblatts erklärt hänge das noch immer damit zusammen, dass die Anmeldeseite für das Singener KIZ bereits im Dezember versehentlich freigeschaltet war. Alle Termine, die damals vergeben wurden, werden derzeit abgearbeitet, erklärt Pressesprecherin Marlene Pellhammer am Freitagnachmittag im Gespräch mit dem Wochenblatt. Das werde die nächsten drei Wochen in Anspruch nehmen, weshalb eine Terminvergabe voraussichtlich erst wieder für Ende Februar möglich sei.

Zwei bestätigte fälle der Mutation im Landkreis

Bezüglich der Teststrategie auf Corona-Mutationen halte man sich im Landkreis an die Vorgaben des Bundes: bei Einreisenden aus den entsprechenden »Mutationsgebieten« werden die genommenen Proben im Landesgesundheitsamt untersucht. Bislang wurde im Landkreis Konstanz bei zwei Reiserückkehrern aus Südafrika eine Virusmutation bestätigt. Ein weiterer Verdacht bei einer Person, die aus Brasilien eingereist ist, stehe noch aus.

Die Lage in den einzelnen Gemeinden

So viele positiv getestete Personen meldete das Landratsamt aktuell insgesamt pro Gemeinde am Freitagnachmittag, in Klammern der Stand vom Freitag der Vorwoche:

Aach: 5 (5)

Allensbach: 8 (13)

Bodman-Ludwigshafen: 1 (3)

Büsingen:  3 (4)

Eigeltingen:  3 (4)

Engen: 20 (48)

Gaienhofen: 7 (22)

Gailingen: 1 (3)

Gottmadingen: 35 (48)

Hilzingen: 8 (14)

Hohenfels: 2 (1)

Konstanz: 56 (117)

Moos: 2 (8)

Mühlhausen-Ehingen: 9 (10)

Mühlingen: 5 (5)

Öhningen: 4 (5)

Orsingen-Nenzingen: 1 (1)

Radolfzell: 28 (38)

Reichenau: 2 (0)

Rielasingen-Worblingen: 20 (17)

Singen: 120 (147)

Steißlingen: 2 (8)

Stockach: 21 (34)

Tengen: 1 (8)

Volkertshausen: 5 (5)

 

Wochenblatt @: Dominique Hahn


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