- Anzeige -

Am Ende nur ein blaues Auge

Clemens und Christoph Fleischmann
Clemens und Christoph Fleischmann mit der Jubiläums-Magnum-Edition ihrer Perlen- Glasflasche.

Randegger Ottilienquelle muss Einbußen durch Corona-Lockdown hinnehmen

Gottmadingen-Randegg. Die Randegger Ottilien-Quelle ist trotz der Verwerfungen, die es im Jahr 2020 aufgrund der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Lockdowns in der Kunden- und Sortimentsstruktur gab, mit einem blauen Auge davon gekommen und zeigt sich angesichts von mehr als 20 Millionen verkauften Glasflaschen noch zufrieden, wie Clemens Fleischmann als Geschäftsführer des familiengeführten Unternehmens in einer ersten Bilanz informierte.

Zwar musste der Mineralbrunnen etwas mehr als 6 Prozent Absatzminus verbuchen, was knapp 1,5 Millionen weniger abgefüllten Flaschen entspricht, doch angesichts der Tatsache, daß in 2020 außer der Fastnacht keine Feste stattgefunden haben und die Gastronomiebetriebe monatelang geschlossen waren ist das Ergebnis überraschend gut und besser vor allem als die Befürchtungen. »Als im März erstmals der große Lockdown verhängt wurde, haben wir aufgrund der drastischen Rückgänge in der Zeit zunächst schon ein Minus im zweistelligen Bereich befürchtet«, gesteht Clemens Fleischmann. Der Anteil der Gastronomie am Umsatz des Unternehmen liege bei rund 15 Prozent, dazu kamen die vielen auch größeren Veranstaltungen und Vereinsfeste, die alle im letzten Jahr abgesagt werden mussten, was doch eine deutliche Delle erzeugt hatte.

Das Hegauer Unternehmen hatte die letzten 10 Jahrein jedem Jahr eine Absatzsteigerung vorzuweisen und hatte 2017 erstmals die 20 Millionen-Marke übertroffen. Auf dieses Niveau werde man durch die Delle  zurückgeworfen, so Fleischmann in seiner Medienmitteilung.  Hart habe es besonders die Getränkefachgroßhändler getroffen, während der Lebensmittelhandel und insbesondere die Getränkeabholmärkte gut zulegen konnten.

Sehr erfreulich ist die Tatsache, dass Glasflaschen nach wie vor stark im Kommen seien und zunehmend die Einwegplastikflaschen verdrängen. »Hier spreche ich schon fast von einem »Greta-Effekt«, denn das Verantwortungsgefühl bei den Verbrauchern hat angesichts der immer wieder dargestellten Auswirkungen des Klimawandels deutlich zugenommen. »Ich hoffe dass die Corona-Pandemie den Kunden nachhaltig vor Augen geführt hat, wie wichtig es sein kann, sich regional zu versorgen.« Aspekte wie soziale Verantwortung und Umweltfreundlichkeit beeinflussen zunehmend das Konsumentenverhalten, zeigt sich Clemens Fleischmann zufrieden. Das Unternehmen selbst setze mit seinen Rohstoffen auf europäische Herkunft.

»Unsere Strategie bleibt in Sachen Nahhaltigkeit und Regionalität bestehen und mit viel Zuversicht setzen wir als Randegger Ottilien-Quelle weiterhin auf die ausschließlich regionale Vermarktung von Mehrweg-Glasflaschen und eine zu 100 Prozent CO2-neutrale Produktion.

Und: trotz der Krise hat die Ottilienquelle ihren Kurs der Zuckerredukion in den Limondaden fortgesetzt, unterstreicht Clemens Fleischmann. Auch für den Jahreswechsel habe man den Zuckerzusatz in den Limos um weitere drei Prozent reduziert. »Die Rüchmeldungen, die wir dazu bekommen sind positiv, denn es kommt bei den Kunden an, dass wir eben dadurch auch weniger süß sind, dafür erfrischender«, sagt Clemens Fleischmann auf Nachfrage des WOCHENBLATT.

Was eine Prognose für das frisch begonnene Jahr betrifft, so könne man diese nur schwerlich geben, weil vieles davon abhänge, wann sich eine Veranstaltungskultur wieder in Richtung normaler Bahnen bewege.

Wochenblatt @: Oliver Fiedler