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Ampel endlich ganz auf grün für neues Pflegeheim auf der Mettnau

Spatenstich Pfegeheim
Beim Spatenstich für das neue Pflegeheim der Spitalstiftung auf der Mettnau: Gerhard Schöpperle (Leiter Hochbau und Gebäudemanagement) Georg Schmitz (GMS Architekten Isny), Heimleiterin Mais Eid. Bürgermeisterin Monika Laule, OB Martin Staab, Jan Weinmann (Wolfer und Goebel Bau GmbH) Baustatiker Thomas Relling und Edwin Heinz ( GMS). swb-Bild: Stadach/ Stadt Radolfzell

Spatenstich als symbolischer Start - erst aber noch Rest-Rückbau des Schwesternwohnheims

Radolfzell. Eine sehr lange Geschichte nähert sich nun ihrem Abschluss. Kürzlich konnte beim Radolfzeller Hegau-Bodensee-Klinikum endlich der symbolische Spaten für ein neues Pflegeheim der Spitalstiftung auf der Mettnau vollzogen werden, denn dann in zwei Jahren bezugsfertig sein sollte, wurde beim Ortstermin erklärt. Eigentlich war ein Baubeginn hier einmal für 2017 vorgesehen gewesen und damals wurde hier an der Hausherrenstraße schon ein großer Teil des Rückbaus des einstigen Schwesternwohnheims vollzogen. Doch es gab bis zum jetzt vollzogenen Startschuss tätiger Bauarbeiten noch sehr viel Bürokratie zu bewältigen, wie Bürgermeisterin Monika Laule informierte, deren Dezernat auch für die Verwaltung der Spitalstiftung zustängig ist. Unter anderem war deren Eigenkapital vom Regierungspräsidium als zu gering angesehen worden, so dass nun die Verkäufe der alten Immobilie, des »Hospital zum Heiligen Geist« in der Poststraße wie weitere Grundstücksverkäufe, auf der Mettnau bis zu Wald auf Singener Gemarkung die Lücke füllen sollen. Erst im Mai sei die Genehmigung zum Bau dann aus Freiburg gekommen.

Schon 2009 war neue Heimstättenverordnung im Land in Kraft gesetzt, mit einer Übergangsfrist von 10 Jahren. Das war in Radolfzell aus verschiedenen Gründen nicht zu schaffen. Letztlich konnte aber noch ein Aufschub bis Mitte 2022 erreicht werden, der aber nicht ausreicht, wie Monika Laule weiter erläuterte. Rund zwei Jahre wird der Bau benötigen, also im Juni 2023 bezogen werden können. »Wir hoffen, das der Bau hier den Aufsichtsbehörden das Zeichen gibt, dass wir ja auf dem Weg sind.« Allerding habe man dem alten Pflegeheim schon Betten gestrichen, da ja eben durch die neue Verordnung die Plficht zu Einzelzimmern gilt.

Die Verzögerungen sorgen für Mehrkosten für den Neubau. 2018 wurden einmal 18,1 Millionen Euro kalkuliert, nun ist man einem Voranschlag von 19,2 Millionen Euro angekommen. »Wir haben inzwischen aber schon rund 50 Prozent der Gewerke in der Ausschreiben und es sieht derzeit noch ganz gut aus, dass die Kosten gehalten werden können«, so Monika Laule auf Nachfrage. Entstehen sollen 98 stationäre pflegeplätz in Wohngruppen sowie 24 Plätze in der Tagespflege.

Der Baubeginn vor dem Ferien ist dabei symbolisch. Denn nun werden erst mal die Reste des Wohnheims noch abgeräumt bevor dann nach den Handwerkerferien mit den Zuleitungen und der Bodenplatte begonnen wird. Ein Richtfest ist für den Frühherbst 2022 vorgesehen.

Wochenblatt @: Oliver Fiedler


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