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Arbeiten am Münster in vollem Gange

Münster Altar
Die Altere im Münster sind bereits eingepackt, um sie vor Verschmutzungen zu schützen. Sie werden später in einem separaten Schritt restauriert. Auch Kanzel und Orgel sind eingepackt. swb-Bild: dh

Radolfzeller Gotteshäuser sollen in neuem Glanz erstrahlen/ Teil II

Radolfzell. Das Münster und die Christuskirche stehen beide vor großen Renovierungen, die die Gemeinden über die kommenden zwei Jahre hinweg beschäftigen werden und sicher auch ein Stück weit näher zusammenrücken lassen. Das WOCHENBLATT war bei beiden Gemeinden zu Gast und hat mit den Verantwortlichen über die anstehenden Maßnahmen gesprochen.

Teil II: Das Radolfzeller Münster.

Im Münster wird seit kurzem schon fleißig gewerkelt, um die große anstehende Sanierung vorzubereiten. Mittlerweile sind bereits Altäre, Kanzel und Orgel sicher verpackt, um sie vor Verschmutzungen zu schützen. »Anfang Dezember werden Wände und Decken gereinigt. Deswegen kommen zwei Hubsteiger in das Münster,
von denen aus die Reinigung erfolgen wird. Die Reinigung beginnt im Mittelschiff und arbeitet sich dann nach vorne. Somit haben wir für Weihnachten mit Christbäumen und auch mit der Krippe kein Problem«, erklärt Münsterpfarrer Heinz Vogel, der Leiter der katholischen Seelsorgeeinheit St. Radolt gegenüber dem WOCHENBLATT. Gottesesdienste können während der meisten Zeit der ebenfalls für zwei jahre angelegten Sanierung weiterhin im Münster stattfinden, allerdings in reduzierter Zahl. Ab dem 7. Dezember finden die Gottesdienste mittwochs um 8 Uhr und am Wochenende statt. Die Eucharistie am Montagabend und am Freitagabend wird jeweils um 18:30 Uhr in St. Meinrad gefeiert. Das hat den Hintergrund, dass das Münster vor den Gottesdiensten gereinigt werden muss, um die Verschmutzungen, die durch die Arbeiten entstehen können, zu beseitigen.

Eine lange To-Do-Liste für das Münster

Für die Renovierung des Münsters laufen die Planungen bereits seit 2016. Auf der Liste stehen die Reinigung der Wände und Decken, die Restaurierung der Altäre, Bildwerke und Figuren sowie der Fenster, die Sanierung des Dachstuhls, eine Heizungserneuerung sowie ein Austausch der Elektro- und Lichttechnik. Außerdem muss die Orgel gereinigt werden. »Das hört sich im Aufzählen nach wenig an, die Flächen sind jedoch enorm«, sagt Heinz Vogel.

Am Ende soll das Radolfzeller Wahrzeichen wieder in altem Glanz erstrahlen. Dafür müssen allerdings 4,37 Millionen Euro investiert werden. »Der größte Anteil sind Kirchensteuermittel und kirchliche Stiftungen. Bund, Land, Stadt und Stiftung Denkmalschutz tragen entschieden dazu bei, dass wir diese Renovation durchführen können«, erläutert Pfarrer Vogel zur Finanzierung. Für ihn ist es auch trotz der hohen Unterhalts und Instandhaltungskosten wichtig, das Radolfzeller Wahrzeichen als Gotteshaus für die Gemeinde zu erhalten.
 »Das Münster in Radolfzell ist seit Jahrhunderten ein geprägter Ort für das Gebet, Gottesdienst, Wallfahrt, Feier der unterschiedlichsten Lebenswenden und Festzeiten unseres Glaubens, von Menschen und deren Familien. Es ist auch in seiner Sichtbarkeit ein Blickpunkt, an dem man nach der Zeit schaut (Uhrwerk) oder auch hört, was die Stunde schlägt.

Das Münster prägt das Stadt- und Landschaftsbild und erinnert an den Anfang unserer Stadt Radolfzell. Es ist ein Raum, der durch Kunst und Musik geprägt ist und somit auch ein Erfahrungsort ist für Kunst und Musik aus unterschiedlichen Epochen«, betont Pfarrer Vogel.

Wochenblatt @: Dominique Hahn