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Attraktivere Hegaustraße soll Ende November fertig sein

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Umgestaltung Hegaustraße
Müssen bis zur Fertigstellung der neugestalteten Hegaustraße Ende November mit den Erschwernissen der Umbauphase auskommen (v.l.): Helge-Manfred und Silvia Jäckle sowie Johannes Danassis. swb-Bild: stm

Neugestaltung wird positiv gesehen / Dauer führt zu Kritik

Singen. Noch bis Ende November werden die Bauarbeiten an der Hegaustraße in der Singener Innenstadt wohl andauern, erklärte der Leiter des Straßenbau, Uwe Kopf, auf Nachfrage des WOCHENBLATT. »Sowohl im puncto Zeit- als auch bei den Kosten liege man derzeit im Rahmen«, so Kopf, der bedauerte, dass es zu Anfang ein Missverständnis gegeben habe, man werde bis Martini fertig. Neben der Verlegung der großformatigen Betonplatten gilt es dann auch die Holz- beziehungsweise Sitzelemente auf den modernen asymetrischen Pflanzbereiche zu montieren.

»Wir freuen uns, dass die Planungen umgesetzt werden«, bringt der Sprecher der Hegaustraße, Christoph Greuter im Gespräch mit dem WOCHENBLATT die Auffassung der Anlieger auf den Punkt. Denn in früheren Jahren habe die Stadt zu wenig für eine attraktive Innenstadt getan, so Greuter weiter. Die Stadt müsse zudem ihr Versprechen einhalten, dass sie außer am Bahnhofsplatz und im Karree um das neue Einkaufszentrum »Cano« auch in andere Innenstadtlagen investiere, fordert Greuter.

Auch die derzeit betroffenen Einzelhändler sehen die Neugestaltung der Hegaustraße im Gespräch mit dem WOCHENBLATT positiv. »Für Helge-Manfred Jäckle vom gleichnamigen Orthopädiefachgeschäft, wird die Hegaustraße hierdurch großzügiger und für Fußgänger attraktiver. Doch wie sein Nachbar von der Central Apotheke, Johannes Danassis klagt das Geschäft seit dem Ende Juni begonnenen Umbau über deutliche Umsatzeinbußen. Hinzu kommen die ständigen Belästigungen durch Schmutz und Lärm der Baustelle.

»Wenn die Arbeiten nur ein paar Wochen gingen, könnte man das verschmerzen, doch die Einschränkungen dauern seit vier Monaten,« ergänzt Silvia Jäckle. Besonders ärgerlich ist auch die unübersichtliche Baustellenführung. »Die Kunden wissen morgens nicht, welchen Weg sie zu den Geschäften nehmen müssen«, ärgert sich Danassis. Gerade die Kunden, die mit Rollator, Gehilfe oder Rollstuhl angewiesen sind, können das Geschäft gar nicht mehr aufsuchen. Deshalb seien vermehrt Hausbesuche nötig, betont Silvia Jäckle. Dennoch loben sie unisono die gute Zusammenarbeit mit dem Straßenbauamt, das auf ihre Anliegen eingehe.

2018 soll dann über die Erzbergerstraße »gesprungen« werden und der weitere Verlauf der Hegaustraße bis zur Scheffelstraße in Angriff genommen werden, erläutert Uwe Kopf das weitere Vorgehen. In derselben Bauweise sollen dort ebenfalls die großformatigen Betonplatten mit Behindertenführung für eine optimale Neugestaltung sorgen. Derzeit würde ausgelotet, wie ein optisches Band als Fortführung der Straße über die Erzbergerstraße mit dem Faktor Verkehrssicherheit in Einklang gebracht werden kann.

Über eines müssen sich die Bürger auf keinen Fall Sorgen machen, so der Leiter des Straßenbauamts. Der Belag ist auch bei winterlichen Temperaturen oder bei Nässe rutschfest und dank der geschliffenen Struktur äußerst wartungsrarm, versichert er. Aufgrund der derzeitigen Planungen zum Einkaufszentrum wird der dritte Bauabschnitt der Hegaustraße von der August-Ruf-Straße bis Thurgauerstraße definitiv nicht 2018 neugestaltet werden können, betonte Uwe Kopf. 

Wochenblatt @: Stefan Mohr

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