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Aus St. Pirmin wird der "Tat-Ort"

Tatort
Gruppenbild mit dem neuen Namen und einem schwebenden Baum vom Richtspruch. swb-Bild: of

Richtfest mit Namensgebung gefeiert

Singen. Es war ein besonderes Richtfest am Freitagnachmittag in Singen. Denn es galt dort nicht nur den Richtspruch für die neue Werkstätte für Menschen mit Behinderung zu feiern. Gleichzeitig hat die Einrichtung, die bis Ende des Jahres fertiggestellt werden soll, auch einen neuem Namen erhalten. Der Prozess der Namensfindung ging dabei so lange wie auch die Planungen für die neue Werkstatt, die nun nach den Plänen von Architekt Volkmar Schmitt-Förster im Gewerbegebiet Tiefenreute entsteht. "Tat-Ort" soll die Einrichtung künftig heißen, wurde nach dem Richtspruch feierlich bekannt gegeben. Damit soll die tat-Kräftigkeit der Mitarbeiter zum Ausdruck gebracht werden, die hier für die freie Wirtschaft tätig sind, auch wenn deren Beschäftigung offiziell als Qualifizierung für den ersten Arbeitsmarkt gefördert wird.

Die Caritas als Träger der Einrichtung, die einst 1966 noch von der "Lebenshilfe" eingerichtet wurde, und die Modellcharakter über viele Jahre hatte, muss für den Neubau kräftig investieren, rund 9,1 Millionen sind nach den Plänen für die Werkstätten eingeplant, die nun auch dem 7.200 Quadratmeter großen Grundstück dann eine Nutzfläche von 3.600 Quadratmeter für die Werkstätten bieten werden. 1,3 Millionen Euro steuert dazu das Sozialministerium des Landes bei, die Stadt Singen kommt der Caritas hier durch einen Erbbauvertrag für die "Institution" entgegen, wie OB Bernd Häusler vor dem Richtspruch informierte. die Stadt Singen hat dafür auch ihr vorerst letztes Grundstück in diesem Abschnitt des Gewerbegebiets hergegeben, das dadurch auch durchaus ungewöhnlich zugeschnitten ist.

Der Neubau ist vor allem deshalb ersehnt, weil das räumliche Angebot der bisherigen Werkstätte St. Pirmin längst nicht mehr der Arbeitswelt der dort beschäftigten Menschen mit Behinderung entsprach, wie der Vorsitzende der Caritas Singen-Hegau, Thomas Fürst, und Geschäftsführer Wolfgang Heintschel, informierten. Im Neubau gibt es nun erheblich größere Räume, eben für richtige Werkstätten, die hier dann eingerichtet werden. Architekt Volkmar Schmitt-Förster, der die Details des Gebäudes erläuterte, hob in seiner Ansprache die sehr positive Stimmung hervor, die hier auf der Baustelle herrschte. Es sei ein gutes Miteinander für eine gute Sache.

Mehr Bilder vom Richtfest gibt es in unserer Galerie.

Wochenblatt Redakteur @: Oliver Fiedler