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Bernd Häusler bewirbt sich um zweite Amtszeit in Singen

Häuser Bewerbung
OB Bernd Häusler am Samstag am Briefkasten des Singener Rathauses beim Einstecken seiner Bewerbungsunterlagen für eine zweite Amtszeit in Singen. Die Wahl soll am 11. Juli stattfinden. swb-Bild: PR

OB war am 1. Mai am Rathaus um eine Unterlagen im Rathaus einzustecken

Singen. Eigentlich hätte es am 1. Mai sogar einen Auftritt vor Publikum geben können, doch der Rathausplatz musste angesichts der aktuellen Einschränkungen durch den fortwährenden Corona-Lockdown leer bleiben. Es war das zweite Jahr ohne die tradionellen Maifeiern der Gewerkschaft. OB Bernd Häusler hatte freilich trotzdem seine Unterlagen mit der Bewerbung für eine zweite Amtszeit in den Briefkasten des Rathauses eingesteckt, es war nach der Veröffentlichung der Ausschreibung zur Wahl, die am 11. Juli in Singen stattfindet, der erste Tag der Bewerbungsfrist gewesen. Häusler hatte schon im letzten Sommer deutlich gemacht, dass er eine zweite Amtszeit in der Hohentwielstadt anstrebt.

Häusler wurde vor acht Jahren nach einen sehr nervenaufreibenden Wahlkampf denkbar knapp zum neuen OB der Stadt gewählt, wegen des knappen Ergebnisses, das zudem angefocht wurde, ging es denn auch etwas länger, bis er ins Amt eingeführt werden konnte. Und der Start war gleich von der "Blackbox GVV" überschattet, die kurz darauf in Insolvenz ging und abgewickelt werden musste, so dass die Stadt seither ohne eigene Baugesellschaft angesichts des Wachstums die Schaffung von Wohnraum bewältigen muss. Mit dem Bürgerentscheid zum "CANO" und dem anschließenden städtebaulichen Planungskonzept für das Einkaufs- und Dienstleistungszentrum von ECE stand gleich die nächste große "Baustelle" für die Stadt an, die zusammen mit dem Umbau des Bahnhofplatzes (hier soll nun zeitnah noch nachgebessert werden, wie jüngst angekündigt wurde), an dem schon über zehn Jahre geplant wurde, die nächste Mammutaufgabe an. Im Dezember, leider kurz vor dem zweiten Lockdown, konnte das Einkaufcenter eingeweiht werden, mit dem Häusler die Einkaufstadt für die herausforderungen der Zukunft gut aufgestellt sieht, eingeweiht werden. Die Stadt hatte die bisher größte Investition der Stadtgeschichte mit einer Aufwertung des Umfelds engagiert begleitet. Auch der Umbau des Herz-Jesu-Platzes mit neuen Wohnungen und Tiefgarage benötigte lange Diskussionen, doch auch dieses Ziel wurde geschafft. An Baustellen ist einiges übrig geblieben mit der schon so lange in der Warteschleifen stehenden dreiteitligen Sporthalle für die Innenstadt, auch ist noch offen, wann die Stadt das Hallenbad umgestalten kann. Mit dem Umbau des Hohentwielstadion wurde immerhin ein erster Schritt umgesetzt. Und für die nächste Amtszeit stehen noch viele Themen auf der Agenda: die klimaneutrale Stadt - ohne Symbolpolitik, wie Häusler immer wieder betont. eine Mobilitätskonzept für die Zukunft und natürlich seit dem letzten November die Frage, wie die Stadt wieder zu einer "Scheffelhalle" nach dem verheerenden Brand kommen kann. Das erfordet nun klare Ansagen im Wahlkampf, wie auch die Bewältigung der Folgen der Corona-Krise, was ja nicht nur wirtchaftlich eine längere Schleifspur ankündigt. Die Verschiebung des Baus des Nordstadt-Kita ist nur ein Ausdruck der Krise, nachdem die Stadt in den letzten Jahren enorme Anstrengungen unternommen hatte, dem mehr an Kindern in der Folge des Wachstums der Stadt wir erhöhter Geburtenraten entgegen den Prognosen gerecht zu werden.

Auch die Frage, nach dem Feuerwehrzentrum der Zukunft ist noch nicht ganz beantwortet, obwohl der Platz seit Jahren im aktuellen Depot nicht mehr ausreicht. Zumindest konnte aber die mit dem Bau er neuen Rettungswache der Kreis-DRK ein erster Schritt unternommen werden, in dessen Folge der Ortsverein Platz am alten Standort neben dem Rathaus frei machen würde. Die Frage der künftigen Nahversorgung in der Nordstadt könnte durchaus im Rahmen des nun beginnenden Wahlkampfs noch beantwortet werden.

Die Abgabe seiner Bewerbung hatte Häusler mit einem Video begleitet.

Wochenblatt @: Oliver Fiedler