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Bildungschancen im Oberen Hegau stärken

MdL Dorothea Wehinger im Gymnasium Engen
Im Gymnasium Engen, von links: Ernst Schmalenberger, stellv. Schulleiter, MdL Dorothea Wehinger (Grüne) und Schulleiter Thomas Umbscheiden. swb-Bild: bg

MdL Dorothea Wehinger besuchte Gymnasium Engen

Engen. Der Hegau gilt landauf, landab als Bilderbuchlandschaft, aber auch als wegweisende Bildungslandschaft. Davon zeigte sich Dorothea Wehinger, Grünen-Abgeordnete im Stuttgarter Landtag, nach ihrem Erstbesuch letzten Freitag im Gymnasium Engen überzeugt.
Schulleiter Thomas Umbscheiden und sein  Stellvertreter Ernst Schmalenberger, beide pädagogische Nachfolger von Dieter Forster und Reinhard Stifel, freuten sich über die dynamische Entwicklung des Gymnasiums seit der Gründung vor elf Jahren mit nun rund 500 Eleven: "Wir sind längst aus den Kinderschuhen raus - und können auch Abi!", so der sichtlich stolze Schulleiter.

Er lobt den mittlerweile 5. Abi-Jahrgang, zudem die kooperative Zusammenarbeit mit regionalen Schulen, eigenem Lehrkörper und Verwaltung, Elternschaft und Förderverein IBE e.V. und der Stadt Engen als Schulträger. Bürgermeister Johannes Moser zeigte sich erfreut über Besuch und Interesse Wehingers, die sich von der "offenen, herzlichen Atmosphäre" im Schulalltag beeindruckt zeigte - helle, lichte Räume, moderne Lerntrakte, offene Klassenräume, umfängliche Mediathek, viel Platz und Gelegenheit für Bewegung und frische Luft, leicht erreichbare Lehrerbüros statt Lehrerzimmer, exzellente Mensaversorgung mit regionalem Angebot, breites schulisches Angebot von der Schulsanitäter-AG über Musik, Sport, Tanzkurse, Schullandheimbesuche bis zum internationalen Schüleraustausch.

Über den Pflichtunterricht hinaus wird eine Ganztagesbetreuung von 7 bis 15.45 Uhr sowie tägliche Hausaufgabenbetreuung geboten, nebst individuellen und sozialen Zusatzangeboten. Wehinger lobte auch die intensive Zusammenarbeit mit der direkt benachbarten Anne-Frank-Realschule und Werkrealschule und dem Sonderpädagogischen Bildungs-und Beratungszentrums SBBZ. "Zwei junge Menschen mit Autismus haben wir bereits zum Abitur geführt", so Schmalenberger.

Schwerpunkt im gemeinsamen Gespräch mit Schülervertretern um Sprecherin Isabel Wikenhauser war der schulische Anschluss an die Digitalisierung. Moser zitierte eine Studie, wonach bis 2025 gut 1,2 Millionen Arbeitsplätze entfallen, hingegen 1,5 Millionen Arbeitsplätze im Zuge der Digitalisierung neu erschaffen werden könnten. "Diese Dynamik neuer Technik ist unsere Zukunft", so der Bürgermeister, der Bund und Land in der Pflicht sieht, entsprechende Mittel im Schulterschluss zur Verfügung zu stellen, da schulische oder kommunale Rückstellungen hierfür nicht ausreichten. Die Kommunalverbände sind laut Moser bereit, pro Jahr 50 Millionen  Euro hierfür einzubringen, sofern das Land jeweils 100 Millionen Euro zusteuert. Über zwei Jahre gerechnet, könnte mit dann 300 Millionen Euro eine Anschubfinanzierung in vielen Schulen erfolgen, bis der Bund versprochene Milliarden aktiviert. "Die Digitalisierung kommt", zeigte sich Wehinger für die Stuttgarter Landesregierung ebenso sicher wie Umbscheiden, der weitere interne digitale Meilensteine noch für 2018 ankündigte - eine gute, gemeinsame Botschaft für die Bildungschancen im ländlichen Raum des Oberen Hegau.

Wochenblatt Redakteur @: Ute Mucha