- Anzeige -

»Botox«, Zugezogene und »komische Lüüt«

Käfersieder Spiegel
Cindy aus Mahrzahn hängten die Käfersieder bei ihrem Bunten Abend mal kurzerhand an den Kran. swb-Bild: uj

Themenreicher Narrenspiegel der Käfersieder in der Mägdeberghalle begeistert das Publikum fünf Stunden lang

Mühlhausen. Zunftmeister Bernhard Stengele durfte sich am Samstag bei seiner Begrüßungsrede zum 21. Narrenspiegel der Käfersieder auf besondere Gäste freuen. In der bis auf den letzten Platz gefüllten Mägdeberghalle in Mühlhausen-Ehingen übernahmen das Millionärsehepaar Carmen und Robert Geiss (Markus Bohl und Bernd Schamberger) die Moderation. In ihrer bekannten lässigen Art führten sie durch das knapp fünfstündige bombastische Programm.

Bereits bei der Anmoderation der beiden lagen die Zuschauer vor Lachen unter dem Tisch, Carmen musste als »Botoxpuppe« ordentlich einstecken. In einer perfekten Performance zeigte die Tanzgruppe »Unlimited Singen« bei Pop, Rock und Rap, wie man dem Publikum ordentlich einheizt und Stimmung in das Publikum bringt.

Nach diesem starken Einstieg brachten die Jungnarren in ihrem komödiantisch gelungenen Sketch das Publikum auf Hochtouren. Die Wunschzettel des Weihnachtsbaums offenbarten so manchen geheimen Wunsch der Lokalprominenz.

Den Narrenspiegel hielten die Käfergruppe allen Kinobesuchern in ihrem grandios und mimikreich gespielten Pantomimestück »Im Kino« vor. Dem lauten Gelächter aus dem Saal zufolge hat sich wohl so mancher Kinogänger wiedererkannt. Interessant, wie man mit einem angedrohten Küsschen zur freien Sitzplatzwahl kommt...

»Wieder sind wir mal allein – bei unseren Männern ist das kein Grund, traurig zu sein«, sangen schließlich voller Inbrunst die Schwarzen Witwen und drohten unter voller Beanspruchung der Lachmuskeln des Publikums so manchen Männern mit Wurstsalat mit Zyankali.

Die actionreiche Promishow »Let‘s Dance 2019« bildete mit den Juroren González, Mabuse und Llambi einen absoluten Gelächterhöhepunkt vor der Pause. Die Gruppe zeigte actionreiche Tänze und Überraschungen, z.B. als Cindy aus Marzahn beim Tanz mit Otto kurzerhand mit dem Hallenkran einen Höhenflug erhielt. Durch die Juroren waren die Lacher garantiert. »Gut, dass der Kran mit Fischer-Schwerlastankern befestigt ist«, meinte trocken Llambi zu diesem Höllenspektakel.

Die Tanzgruppe Dynamite Überlingen a.R. benötigte nach der Pause mit ihrer perfekten Choreografie nur ein paar Sekunden, bis sich die Stimmung wieder auf dem Hochpunkt wie vor der Pause befand.

Köstlich komisch zeigte sich der von den anderen Organen gemoppte Dickdarm, der dem Chaos der Organe Einhalt gebot. Als hässlich verschrien setzte er sich ins richtige Licht, als er aufs Örtchen ging, um endlich zur Erleichterung aller eine »Rakete« zu zünden.

Alle Lachmuskeln beanspruchte schließlich auch noch das neue Sicherheitskonzept am Bahnhof.

Unfassbar gruselige Stimmung erzeugten die beiden Vampire bei ihrem Dorftratsch, bei dem wirklich keiner verschont blieb. Sie brachten Youtube-Videos der örtlichen Gastronomiewirte und wunderten sich über »Zugezogene«, die »komische Lüüt« sein, wobei sich die Frage stellte, ob dann alle Ehinger »Zugezogene« seien. »Unser Lieblingsbürger meisterte ein neues weithin sichtbares Stadtwappen, einen schwarzen Rennpferdekopf auf weißem Grund«, wetterten sie.

Das legendäre Männerballett durfte schließlich gar nicht erst von der Bühne und musste in der Zugabe nochmals ran. Perfekt abgerundet wurde der Abend traditionell durch abwechslungsreiche Musik des MV Mühlhausen.

Jede Menge Bilder von diesem rauschenden Abend gibt es in der Galerie 1und der Galerie 2

Wochenblatt Redakteur @: Oliver Fiedler